Karlsruhe digitalisiert sein Nahverkehrsnetz für mehr Effizienz und Komfort
Hellmut RudolphKarlsruhe digitalisiert sein Nahverkehrsnetz für mehr Effizienz und Komfort
Karlsruhe rüstet seine Zug- und Straßenbahn-Steuerungssysteme mit moderner Digitaltechnik auf. Die Stadt arbeitet dafür mit dem Unternehmen INIT zusammen, um den Nahverkehr effizienter und besser vernetzt zu gestalten. Die Umstellung betrifft sowohl bestehende Fahrzeuge als auch die neuen Stadtbahnzüge, die ab 2025 eingesetzt werden.
An dem Projekt sind zwei zentrale Verkehrsbetriebe beteiligt: die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG). Der von INIT entwickelte Bordcomputer COPILOTpc übernimmt künftig die Kommunikation in allen Schienenfahrzeugen. Fahrer erhalten Echtzeit-Informationen zum Fahrzeugstatus sowie zu Fahrgastdaten, die über interne Displays angezeigt werden.
Für eine bessere Abstimmung wird das System um DatNet erweitert – eine Leitstellensoftware der ETC Solutions GmbH. Dadurch erhält das AVG-Kontrollzentrum Zugang zu bahnspezifischen Funktionen. Auch die VBK-Dispatcher profitieren: Sie können AVG-Züge in Echtzeit verfolgen und per Funk direkt mit den Fahrern kommunizieren.
Die Modernisierung entspricht der EU-Richtlinie TAP TSI und sorgt für standardisierten Datenaustausch sowie eine verbesserte Interoperabilität. Fahrgäste, die ins Stadtzentrum, zu den nahen Weinbergen oder in den Schwarzwald reisen, können sich auf zuverlässigere Verbindungen und klarere Informationen freuen.
Die Einführung erfolgt schrittweise: Zunächst werden bestehende Fahrzeuge mit Software-Updates nachgerüstet. Ab 2025 wird die neue Technik serienmäßig in allen Neufahrzeugen verbaut. Die Zusammenarbeit von INIT, VBK und AVG soll das Karlsruher Verkehrsnetz langfristig effizienter und kundenfreundlicher machen.






