05 June 2026, 16:26

Iveco übernimmt Nikolas Elektro-Lkw-Sparte und gründet EVCO in Ulm

Nikola Iveco Europe ändert seinen Namen zu EVCO

Iveco übernimmt Nikolas Elektro-Lkw-Sparte und gründet EVCO in Ulm

Iveco hat die Übernahme der Elektro-Lkw-Sparte von Nikola in Deutschland abgeschlossen. Der Deal, der in diesem Monat finalisiert wurde, verschafft Iveco die volle Kontrolle über das bisher als Nikola Iveco Europe bekannte Joint Venture. Das Unternehmen firmiert nun unter dem neuen Namen EVCO – alle Bezüge zur Marke Nikola wurden damit getilgt.

Die Vereinbarung umfasst die Sparten für batteriebetriebene Elektro-Lkw (BEV) und wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Lkw (FCEV) am Standort Ulm. Iveco zahlte 35 Millionen US-Dollar in bar und erhielt im Gegenzug 20 Millionen Nikola-Aktien als Teil der Transaktion. Damit sichert sich das Unternehmen den dauerhaften und alleinigen Besitz der Produktionsstätte.

Nikola hatte Ende 2022 noch den US-Batteriehersteller Romeo Power übernommen. Doch bereits im Mai 2023 lotete das Unternehmen einen Verkauf des Geschäftsbereichs aus. Nun liquidiert Nikola die Vermögenswerte von Romeo Power – ein Schritt, der den Ausstieg aus der eigenen Batterieproduktion markiert.

Die Umbenennung in EVCO unterstreicht die vollständige Trennung von Nikolas Namen. Der deutsche Standort wird weiterhin Elektro-Lkw entwickeln und produzieren, allerdings unter der vollen Regie von Iveco.

Der Deal stärkt Ivecos Position im Bereich emissionsfreier Nutzfahrzeuge. EVCO wird sich auf den Ausbau seiner Elektro-Lkw-Palette in Europa konzentrieren. Nikola hingegen behält seine US-Aktivitäten, zieht sich aber vollständig aus dem deutschen Joint Venture zurück.

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