31 May 2026, 02:08

Immobilienfirma zahlt 1,9 Millionen Euro Strafe für illegale Mieterdaten-Sammlung

Eine Strafe von fast zwei Millionen Euro gegen BREBAU verhängt

Immobilienfirma zahlt 1,9 Millionen Euro Strafe für illegale Mieterdaten-Sammlung

Ein Immobilienverwaltungsunternehmen in Baden-Württemberg wurde mit einer Strafe von 1,9 Millionen Euro belegt, weil es rechtswidrig sensible Mieterdaten verarbeitet hat. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) stellte fest, dass die BREBAU GmbH persönliche Informationen ohne rechtliche Grundlage erhoben und genutzt hat. Betroffen waren über 9.500 Datensätze, von denen viele hochsensible Angaben enthielten.

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Die Ermittlungen ergaben, dass die BREBAU GmbH Daten von mehr als 9.500 potenziellen Mietern gesammelt hatte. In über der Hälfte dieser Datensätze waren besondere Kategorien personenbezogener Daten enthalten, darunter Hautfarbe, ethnische Herkunft, religiöse Überzeugungen, sexuelle Orientierung und Gesundheitszustand. Das Unternehmen dokumentierte zudem irrelevante Details wie Frisuren, Körpergeruch und persönliches Auftreten – Faktoren, die für Mietverträge keinerlei Bedeutung haben.

Dr. Imke Sommer, die Landesbeauftragte für den Datenschutz, betonte, dass die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die Verarbeitung solcher sensiblen Daten streng reglementiert. Ausnahmen sind nur in seltenen Fällen zulässig, etwa zur Verhinderung von Missbrauch oder Diskriminierung. Das Unternehmen verschärfte die Problematik zusätzlich, indem es Auskunftsersuchen von Betroffenen blockierte, die wissen wollten, wie ihre Daten verwendet wurden.

Trotz der Schwere der Verstöße wurde das Bußgeld von einem potenziell höheren Betrag reduziert. Die Behörden würdigten die Kooperation der BREBAU GmbH während des Verfahrens sowie die Maßnahmen, die das Unternehmen ergreifen hat, um den entstandenen Schaden zu beheben. Zudem wurden Vorkehrungen getroffen, um künftige Verstöße gegen den Datenschutz zu verhindern.

Die Strafe in Höhe von 1,9 Millionen Euro unterstreicht die Schwere der vom LfDI festgestellten DSGVO-Verstöße. Die BREBAU GmbH hatte tausende Datensätze rechtswidrig verarbeitet, darunter hochsensible persönliche Informationen. Der Fall zeigt, wie konsequent Datenschutzbestimmungen durchgesetzt werden – insbesondere dann, wenn private Details ohne gültige Rechtfertigung erhoben werden.

Quelle