Horbs Bürger entscheiden am 30. November über Windkraft im Stadtwald
Marliese MülichenHorbs Bürger entscheiden am 30. November über Windkraft im Stadtwald
Die Bürger von Horb am Neckar entscheiden bald über die Zukunft der Windenergie in ihrer Stadt. Am 30. November 2025 stimmen sie in einem Bürgerentscheid ab, ob städtische Waldflächen für Windkraftanlagen genutzt werden dürfen. Die Abstimmung geht auf eine erfolgreiche Petition zurück, die mit über 2.400 Unterschriften deutlich mehr Unterstützung erhielt als erforderlich.
Der Weg zur Volksabstimmung begann bereits in diesem Jahr. Ein erster Versuch Ende April scheiterte, weil die Initiatoren zu wenige Unterschriften gesammelt hatten. Doch im Juli billigte der Stadtrat mit nur einer Enthaltung einen neuen Vorschlag der Verwaltung.
Eine zweite Kampagne war schließlich erfolgreich: 2.433 gültige Unterschriften wurden eingereicht – weit mehr als die benötigten 1.393. Das Forum Energiedialog, eine Landesbehörde, begleitet nun das Verfahren und erstellt eine Informationsbroschüre für die Wähler. Zudem findet am 16. Oktober 2025 eine öffentliche Veranstaltung statt, bei der die Details vor der Abstimmung erläutert werden.
Die Frage auf dem Stimmzettel lautet klar: "Sollen Waldflächen im Eigentum der Stadt Horb am Neckar für die Nutzung durch Windkraftanlagen zur Verfügung gestellt werden?" Der neu gewählte Bürgermeister Michael Keßler, der sein Amt am 1. November 2025 antritt, wird die Abstimmung leiten. Die Kosten von rund 55.000 Euro werden separat finanziert, da sie nicht im Haushalt 2025 vorgesehen waren.
Das Ergebnis der Abstimmung am 30. November wird die Energiepolitik in Horb am Neckar prägen. Bei einer Zustimmung könnten die städtischen Wälder bald Windräder beherbergen. Die Stadt hat bereits Mittel bereitgestellt und Informationsveranstaltungen geplant, um den Bürgern eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.






