Hessen und Sachsen fordern härteres Vorgehen gegen gewalttätigen Linksextremismus
Abraham HermighausenHessen und Sachsen fordern härteres Vorgehen gegen gewalttätigen Linksextremismus
Die Innenminister von Hessen und Sachsen drängen auf schärfere Maßnahmen gegen gewalttätige linksextremistische Ausschreitungen. Dies folgt auf einen deutlichen Anstieg politisch motivierter Straftaten in ganz Deutschland, wobei gewalttätige Vorfälle mit linksextremistischem Hintergrund in den jüngsten Daten besonders stark zugenommen haben.
Bundesweit stiegen gewalttätige linksextremistische Straftaten um 42,6 Prozent auf 1.087 Fälle an. Allein in Hessen verdoppelte sich die Zahl solcher Delikte nahezu und kletterte um etwa 153 Prozent. Insgesamt erhöhte sich die Zahl politisch motivierter Straftaten um rund 35 Prozent auf über 13.000 Fälle.
Als Reaktion fordert Hessen eine Prüfung eines möglichen Verbots der Plattform Indymedia. Der Bundesland verlangt zudem eine aktualisierte bundesweite Einschätzung der gewaltbereiten Linksextremismus-Szene. Darüber hinaus schlägt Hessen vor, systematische Einreise- und Aufenthaltsverbote für mutmaßlich gewaltbereite Linksextremisten zu prüfen.
Sachsen setzt sich unterdessen für eine verstärkte Beobachtung der linksextremistischen Szene ein. Sachsens Innenminister Armin Schuster unterstützt die Schaffung einer gemeinsamen Bundes- und Länder-Datenbank zu Linksextremismus. Er hält ein solches Instrument für unverzichtbar, um die Bedrohung besser zu erfassen und zu bekämpfen.
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zählen Verbote, strengere Überwachung und eine gemeinsame Datenbank. Mit diesen Schritten soll der wachsenden Zahl gewalttätiger linksextremistischer Vorfälle entgegengewirkt werden. Beide Bundesländer fordern ein abgestimmtes Vorgehen auf Bundesebene.






