27 April 2026, 20:11

Hermann-Hesse-Bahn: Kosten explodieren auf 207 Millionen – Eröffnung erst 2025

Schwarz-weiß-Foto einer Bahnschiene mit Gebäuden im Hintergrund, Text 'Merkelbach & Co, Co. Amsterdam' rechts und hölzernen Gegenständen im Vordergrund verstreut.

Hermann-Hesse-Bahn: Kosten explodieren auf 207 Millionen – Eröffnung erst 2025

Hermann-Hesse-Bahn in Baden-Württemberg: Kosten explodieren, Fertigstellung verzögert sich um Jahre

Das Bahnprojekt Hermann-Hesse-Bahn in Baden-Württemberg steckt in schweren Schwierigkeiten: Die Kosten sind massiv gestiegen, und die geplante Inbetriebnahme verzögert sich um Jahre. Ursprünglich mit 49 Millionen Euro veranschlagt, belaufen sich die Ausgaben mittlerweile auf 207 Millionen Euro – die Strecke soll erst Ende 2025 eröffnet werden, sieben Jahre später als geplant.

Das Vorhaben, das eigentlich bereits 2018 starten sollte, leidet seit Langem unter Verzögerungen und steigenden Kosten. Ein zentraler Grund für die Probleme ist der Schutz heimischer Fledermauspopulationen. Zwei der 18 in der Region vorkommenden Arten hatten mit den Baumaßnahmen zu kämpfen, weshalb Planer in zwei Tunnelröhren Trennwände einbauen mussten. Diese Anpassungen trieben sowohl den Zeitplan als auch das Budget weiter in die Höhe.

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Baden-Württemberg hatte sich zunächst bereit erklärt, 50 Prozent der Kosten zu übernehmen, stockte seinen Anteil jedoch mittlerweile auf 75 Prozent auf. Die verbleibenden 25 Prozent übernimmt der Förderverein Hermann-Hesse-Bahn. Trotz aller Hindernisse soll die Strecke nach ihrer Fertigstellung die wirtschaftlichen Verbindungen zur Region Stuttgart stärken und das lokale Verkehrsangebot verbessern.

Kritik gibt es zudem wegen finanzieller Fehlplanung: Das Projekt taucht im 53. "Schwarzbuch" des Bundes der Steuerzahler auf, das 100 Fälle von Geldverschwendung in Deutschland auflistet. Baden-Württemberg ist darin elfmal vertreten – die Hermann-Hesse-Bahn gilt als eines der markantesten Beispiele.

Die Reaktivierung der Bahnstrecke ist nun für Ende 2025 vorgesehen, wobei die Gesamtkosten auf 207 Millionen Euro gestiegen sind. Die erhöhte Landesförderung und die Maßnahmen zum Fledermausschutz prägen die letzte Phase des Projekts. Nach der Fertigstellung soll die Strecke die regionale Vernetzung vorantreiben und den Alltagsverkehr für Anwohner erleichtern.

Quelle