Heidi Klums HeidiFest spaltet München: Tradition vs. Promi-Spektakel
Marliese MülichenHeidi Klums HeidiFest spaltet München: Tradition vs. Promi-Spektakel
Oktoberfest in München startete dieses Jahr mit einer ungewöhnlichen Wendung: Supermodel Heidi Klum richtete nur Stunden vor dem offiziellen Fassanstich ihr eigenes Vorab-Event aus – das HeidiFest. Die prominente Feier im Hofbräuhaus sorgte sowohl für Begeisterung als auch für scharfe Kritik von Traditionalisten.
Die Veranstaltung fand am Vorabend der Oktoberfest-Eröffnung im Münchner Wahrzeichen Hofbräuhaus statt. Klum inszenierte das HeidiFest als Mini-Ausgabe des Volksfests und präsentierte sich dabei als zentrale Gastgeberin. Rund 1.000 Gäste nahmen teil, während die Show live vom deutschen Sender ProSieben übertragen wurde.
Noch vor dem Event hatte das Hofbräuhaus begeisterte Posts auf Instagram geteilt und die Vorfreude geschürt. Doch nicht alle begrüßten das Spektakel. Christian Schottenhamel, ein langjähriger Oktoberfest-Wirt, äußerte sich in einem Interview mit web.de kritisch. Er bezeichnete den Namen HeidiFest als fragwürdig und gab zu, sich für die Entscheidung der Stadt zu schämen, Bereiche für die private Feier abzusperren.
Schottenhamel ging noch weiter und warf dem Event vor, Bayern in ein schlechtes Licht zu rücken. Die veröffentlichten Fotos nannte er "wirklich, wirklich schlecht" – sie würden weder München noch die bayerische Tradition angemessen repräsentieren. Trotz der Kritik schloss sich Klum später den offiziellen Oktoberfest-Feierlichkeiten an – gemeinsam mit anderen Prominenten.
Das HeidiFest-Vorab-Event entfachte eine Debatte über Kommerzialisierung und Tradition beim Oktoberfest. Während das Hofbräuhaus die Veranstaltung unterstützte, sahen Kritiker wie Schottenhamel darin einen Fehltritt für die bayerische Kultur. Der Streit zeigt die Spannungen zwischen modernem Spektakel und bewährten Bräuchen beim größten Bierfest der Welt.






