Heidelberger Uni-Projekte revolutionieren Nachhaltigkeit in Laboren mit digitalen Lösungen
Hellmut RudolphHeidelberger Uni-Projekte revolutionieren Nachhaltigkeit in Laboren mit digitalen Lösungen
Drei Nachhaltigkeitsprojekte der Universität Heidelberg haben im Rahmen des Ideenwettbewerbs BWGreenLabs eine Förderung erhalten. Die Initiative wurde im März 2025 vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ins Leben gerufen und zielt darauf ab, den Energie- und Ressourcenverbrauch in der akademischen Forschung zu senken. Jedes der Projekte wird Verbrauch und Abfall erfassen, um Optimierungspotenziale zu identifizieren.
Die ausgewählten Vorhaben decken verschiedene Aspekte der Labor-Nachhaltigkeit ab. Am Centre for Organismal Studies leitet Prof. Dr. Suat Özbek das Projekt Glasinstitut – Transparente Ressourcennutzung durch digitale Dokumentation und Vernetzung. Dabei sollen Materialströme digital erfasst werden, um Abfälle in der glasbasierten Forschung zu reduzieren.
Das Projekt Intelligente Grüne Labore – Datengetriebene Lösungen zur CO₂-Reduktion im Laborbetrieb wird von Prof. Dr. Eva Blasco am Institut für Molekulare Systemtechnik und Fortgeschrittene Materialien geleitet. Mithilfe von Datenanalysen sollen Energie- und Ressourceneffizienz in Laborabläufen optimiert werden.
Die dritte Initiative, Analyse und Optimierung von Beschaffungswegen unter Berücksichtigung von anfallendem Verpackungsmüll und dessen ökologischer Auswirkungen, steht unter der Leitung von Georg Maier, dem Leiter des Zentralen Campus Neuenheimer Feld. Hier werden Lieferketten untersucht, um Verpackungsabfälle und deren Umweltfolgen zu minimieren.
Die drei Projekte erhalten gemeinsam rund 80.000 Euro für eine einjährige Erprobungsphase. Nach diesem Zeitraum werden die vielversprechendsten Ansätze jeweils mit 100.000 Euro für die vollständige Umsetzung ausgezeichnet. Die besten Lösungen sollen anschließend als landesweite Best-Practice-Modelle weitergegeben werden.
Die Förderung ermöglicht es den Heidelberger Teams, ihre Nachhaltigkeitsstrategien im kommenden Jahr zu testen. Bei Erfolg könnten die Projekte neue Maßstäbe für umweltfreundliche Laborbetriebe in ganz Baden-Württemberg setzen. Die Ergebnisse werden anderen Hochschulen zur Verfügung gestellt, um eine breitere Umsetzung zu ermöglichen.






