13 June 2026, 02:15

Heidelberg wird zur Technologiegruppe – mit Drohnenabwehr und Verteidigungstechnik

Heidelberg treibt Strategie zur Umwandlung von Dual-Use voran mit neuer ukrainischer Partnerschaft MoU auf der ILA

Heidelberg wird zur Technologiegruppe – mit Drohnenabwehr und Verteidigungstechnik

Heidelberger Druckmaschinen AG beschleunigt Wandel zur Technologiegruppe

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat ihren Umbau zu einem breiter aufgestellten Technologieunternehmen vorangetrieben. Im Geschäftsjahr 2025/2026 erweiterte das Unternehmen seinen Fokus über den Druckmaschinenbereich hinaus auf die Sparten Verteidigung, Sicherheit und industrielle Lösungen – bei einem leichten Umsatzanstieg auf 2,293 Milliarden Euro.

Die Aktivitäten wurden unter dem Dach der neu gegründeten HD Advanced Technologies GmbH gebündelt. Mit dieser Umstrukturierung will sich das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen, indem es die Bereiche Verteidigung, Sicherheit, Energie und industrielle Systeme unter einer Organisation zusammenführt. Ein Dual-Use-Ansatz treibt die Erschließung neuer Märkte voran.

Die Verteidigungsbranche hat sich neben der E-Mobilitäts-Tochter Amperfied zu einem zentralen Geschäftsfeld entwickelt. Über das Joint Venture ONBERG mit dem US-Unternehmen Ondas entwickelt Heidelberg autonome Anti-Drohnen-Systeme. Geplant ist die Industrialisierung und Serienfertigung dieser Technologien am Standort Brandenburg. Zudem wird auf der ILA Berlin Air Show eine neue Partnerschaft mit einem ukrainischen Drohnenhersteller bekannt gegeben.

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Im Druckmaschinensektor baut Heidelberg sein digitales Portfolio weiter aus und agiert als Systemintegrator für Verpackungslösungen. Die Zusammenarbeit mit Masterwork im Bereich Nachbearbeitung wurde ausgeweitet, um die gesamte Produktionskette abzudecken. Zu den Effizienzmaßnahmen zählen die Verlagerung der Speedmaster-CX104-Produktion nach China sowie die Eröffnung eines neuen Standorts in Nordmazedonien.

Die Umstrukturierung zeigt bereits Wirkung: Der Umsatz stieg leicht, neue Partnerschaften und Produktionskapazitäten wurden erschlossen. Mit dem erweiterten Fokus auf Verteidigung und Industriepositioniert sich Heidelberg für breitere Marktchancen.

Quelle