Grüne fordern radikale Bahnwende für NRW – mehr Zuverlässigkeit statt Störungen
Jovan JohannGrüne fordern radikale Bahnwende für NRW – mehr Zuverlässigkeit statt Störungen
Die Grünen haben zentrale Prioritäten zur Verbesserung des Schienenverkehrs in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Zwar werde das deutsche Bahnnetz modernisiert, doch Passagiere hätten weiterhin mit Störungen zu kämpfen, so die Partei. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Bahnfahrten zuverlässiger, sicherer und attraktiver als Alternative zum Privatwagen zu machen.
Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, betonte, dass Fahrgäste die aktuellen Einschränkungen bisher mit Geduld ertragen hätten. Die kürzliche Wiederinbetriebnahme der Strecken RE7 und RB48 nach monatelangen Sperrungen bringe zwar Entlastung, doch stünden weitere umfangreiche Bauarbeiten an.
Die Grünen setzen sich für die Elektrifizierung und Verlängerung der S7-Linie bis Düsseldorf ein. Zudem fordern sie eine Umleitung der RE2-Linie, um eine direkte Verbindung zwischen Solingen, Wuppertal und dem östlichen Ruhrgebiet zu schaffen. Darüber hinaus plädieren sie für den Bau zusätzlicher Weichen in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte, noch vor Beginn der Arbeiten am RRX-Projekt.
Die Partei pocht auf eine bessere Koordinierung von Bahnbauprojekten und eine schnellere Modernisierung der Signaltechnik. Lokale Verkehrsbedürfnisse müssten stärker in die Planungen des Landes und des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) einbezogen werden, so die Forderung.
Ziel der Grünen ist ein attraktives, sicheres und verlässliches Schienennetz. Ihre Pläne sollen nicht nur aktuelle Probleme lindern, sondern auch langfristige Verbesserungen vorbereiten. Bei Umsetzung könnten diese Maßnahmen die Abhängigkeit vom Individualverkehr in der Region verringern.
