Großrazzia in Mannheim: Illegale Beschäftigung und Hygienemängel in der Neckarstadt aufgedeckt
Marliese MülichenGroßrazzia in Mannheim: Illegale Beschäftigung und Hygienemängel in der Neckarstadt aufgedeckt
Großrazzia in Mannheims Neckarstadt: Behörden prüfen Gaststätten und Kioske
Letzten Donnerstagabend führten Behörden in Mannheims Neckarstadt-Viertel eine groß angelegte Kontrollaktion durch. Im Fokus standen Bars, Restaurants und Kioske, bei denen es um illegale Beschäftigung, Schwarzarbeit und Verstöße gegen das Gaststättenrecht ging. An den Überprüfungen beteiligten sich insgesamt 27 Beamte verschiedener Ämter.
Die Kontrollen erstreckten sich auf 14 Betriebe und betrafen rund 60 Personen. Die Einsatzteams setzten sich zusammen aus Mitarbeitern des Mannheimer Gaststättenamts, der kommunalen Ordnungsbehörde, des Polizeireviers Neckarstadt sowie Zollbeamten.
Bei der Aktion wurden zahlreiche Verstöße aufgedeckt: In fünf Lokalen wurde gegen das Landesnichtraucherschutzgesetz verstoßen. Weitere fünf Betriebe hielten sich nicht an die Vorschriften für Spielautomaten – ein Glücksspielgerät wurde beschlagnahmt. In einem Fall war der Notausgang versperrt, was ein Sicherheitsrisiko darstellte.
Zudem entdeckten die Prüfer in einem Betrieb einen illegal beschäftigten Arbeitnehmer aus einem Nicht-EU-Land. Ein Imbiss wurde wegen schwerwiegender Hygienemängel sofort geschlossen. Darüber hinaus wurden sechs Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz dokumentiert.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Probleme mit der Einhaltung von Vorschriften in der Gastronomie. Die Behörden kündigten zwar noch keine weiteren Maßnahmen an, bestätigten jedoch, dass in den vergangenen zwei Jahren ähnliche koordinierte Großkontrollen in anderen deutschen Städten stattfanden. Dazu zählten Razzien in Essen und Düsseldorf, an denen jeweils Hunderte Beamte beteiligt waren.






