Großrazzia des Zolls: 260 Bauarbeiter auf 16 Baustellen überprüft
Hauptzollamt Ulm führt großangelegte Kontrollen auf Baustellen durch
Das Hauptzollamt Ulm hat eine Reihe von Kontrollen auf Baustellen in seinem Zuständigkeitsbereich durchgeführt. Im Rahmen einer Routineoperation zur Aufdeckung von Verstößen gegen Arbeitsrecht wurden dabei 260 Beschäftigte an 16 Standorten überprüft.
An der Aktion beteiligten sich insgesamt 70 Prüfer der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Sie untersuchten 16 Baustellen – von kleinen Sanierungsarbeiten bis hin zu großen Abrissprojekten.
Die Kontrollen erfolgten anlassunabhängig, das heißt, sie wurden nicht durch vorherige Beschwerden ausgelöst. Die Ermittler prüften die Unterlagen von 12 Arbeitgebern und identifizierten 41 potenzielle Fälle, die einer weiteren Prüfung bedürfen. Dazu zählen Vorwürfe wie Verstöße gegen den Mindestlohn, Scheinselbstständigkeit, Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte sowie Meldepflichtverstöße.
Hagen Kohlmann, Pressesprecher des Hauptzollamts Ulm, bestätigte, dass die Auswertung der Daten noch läuft. Mit abschließenden Ergebnissen sei nicht kurzfristig zu rechnen. Für Rückfragen steht die Pressestelle unter der Nummer +49 731 9648-10009 zur Verfügung.
Die Aktion unterstreicht die fortlaufenden Bemühungen, Arbeitsrechtliche Vorschriften in der Baubranche durchzusetzen. Bei den 41 zur Prüfung stehenden Fällen werden weitere Ermittlungen zeigen, ob Bußgelder oder rechtliche Schritte erforderlich sind. Das Zollamt wird detaillierte Erkenntnisse veröffentlichen, sobald die Analyse abgeschlossen ist.






