Grausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitz mit zugeklebtem Maul stirbt nach Qualen
Abraham HermighausenGrausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitz mit zugeklebtem Maul stirbt nach Qualen
In Bodelshausen im Landkreis Tübingen wurde ein junges Reh mit grausam zugeklebtem Maul entdeckt. Anwohner fanden das verletzte Tier am 20. Juni in einem Garten in der Schlehenweg-Siedlung. Der Fall nahm eine tragische Wende, als das Rehkitz später in der Nähe tot aufgefunden wurde.
Das verängstigte Tier war zunächst von Nachbarn in einem Privatgarten gesichtet worden. Helfer griffen schnell ein und entfernten das Klebeband, das sein Mäulchen verschnürt hatte. Nach der Erstversorgung wurde das Reh in der Nähe einer Hecke am Waldrand freigelassen.
Doch bereits am Montagabend wurde das Kitz leblos nicht weit von seinem ursprünglichen Fundort entdeckt. Die Tat hat Empörung ausgelöst: Die Tierrechtsorganisation PETA hat eine Belohnung von 2.050 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen.
Tierquälerei ist in Deutschland nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes ein schweres Vergehen. Verurteilte müssen mit Geldstrafen oder Haft bis zu drei Jahren rechnen. Studien von Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes zeigen einen engen Zusammenhang zwischen Tiermisshandlung und Gewaltkriminalität: 80 bis 90 Prozent der extrem gewalttätigen Straftäter haben eine Vorgeschichte von Tierquälerei.
Der Tod des Rehkitzes gibt den Ermittlern in Bodelshausen weiterhin Rätsel auf. Die Behörden rufen weiterhin Zeugen auf, sich mit Hinweisen zu melden. Der Fall bleibt ungelöst – PETAs Belohnung gilt weiterhin für Informationen, die zur Überführung der Verantwortlichen beitragen.






