18 April 2026, 16:09

Gentges fordert lebenslange EU-Einreisesperren für Schwerverbrecher

Gruppe von Polizisten vor einem großen Gebäude mit architektonischen Details, Fahrzeuge auf der Straße, eine Person mit einer Kamera auf der linken Seite, Bäume, Verkehrsampeln, Fahnenmasten und ein klarer blauer Himmel.

Gentges fordert lebenslange EU-Einreisesperren für Schwerverbrecher

Baden-Württembergs Justiz- und Migrationsministerin Marion Gentges drängt auf schärfere EU-Regeln für Einreiseverbote. Sie fordert lebenslange Einreisesperren für schwere Straftäter und Hochrisikopersonen in ganz Europa. Ihr Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU-Kommission an neuen Vorschriften für zeitlich befristete Beschränkungen arbeitet.

Nach dem aktuellen Aufenthaltsrecht Deutschlands sind lebenslange Einreiseverbote bereits möglich. Doch ein laufendes Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof könnte diese Praxis infrage stellen. Gentges besteht darauf, dass die EU einen klaren rechtlichen Rahmen schaffen muss, um solche Maßnahmen zu stützen.

Der jüngste Vorschlag der EU-Kommission sieht vorläufige Sperren von bis zu zehn Jahren vor. Bei Sicherheitsrisiken könnte sich dies auf bis zu zwanzig Jahre verlängern. Doch Gentges hält dies für unzureichend – insbesondere bei den gefährlichsten Personen.

Während ihres Besuchs in Brüssel forderte sie die dänische Ratspräsidentschaft auf, einen strengeren Kompromiss vorzulegen. Sie warnte, dass schwächere Regeln falsche Signale an Kriminelle senden könnten. Ihr Ziel ist es, sicherzustellen, dass lebenslange Sperren für die schwersten Täter weiterhin möglich bleiben.

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Gentges' Initiative für EU-weite Verschärfungen der Einreiseverbote zielt darauf ab, rechtliche Lücken zu schließen. Bei Erfolg würden die neuen Regeln an die bestehende deutsche Praxis angeglichen. Das Ergebnis hängt von den Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission ab.

Quelle