Freiburgs 3:1 gegen Nizza: Sieg im Schatten von Fan-Protesten und Reisechaos
Hellmut RudolphSC Freiburg kritisiert Probleme bei Fanreisen - Freiburgs 3:1 gegen Nizza: Sieg im Schatten von Fan-Protesten und Reisechaos
SC Freiburg sichert sich 3:1-Sieg gegen OGC Nizza in der Europa League – doch das Spiel wird von Problemen abseits des Platzes überschattet
Die Fans hatten mit Verspätungen und harter Polizeipraxis zu kämpfen, während ein nicht ausreichend aufgepumpter Ball für Verwirrung während der Partie sorgte. Auch Reisechaos beeinträchtigte die An- und Abreise des Teams.
Die Schwierigkeiten begannen bereits vor Anpfiff, als etwa 300 der 1.500 mitgereisten Freiburg-Fans mehr als eine Stunde in ihren Bussen festsaßen. Die Sicherheitsmaßnahmen hielten sie unter Bedingungen fest, die Trainer Julian Schuster später als "absolut inakzeptabel" bezeichnete. Zwei Fans wurden kurzzeitig festgenommen, weil sie die Busse nicht rechtzeitig verlassen konnten, wurden aber wenig später wieder freigelassen.
Auf dem Platz nahm das Spiel eine ungewöhnliche Wendung, als Schiedsrichter Tasos Sidiropoulos das Spiel mit einem platten Ball weiterlaufen ließ. Johan Manzambi glich in der 29. Minute trotzdem für Freiburg aus. Erst später unterbrach der Unparteiische die Partie, um den Ball auszuwechseln – nicht ohne dass dieser zuvor Einfluss auf das Spielgeschehen genommen hatte.
Freiburg übernahm mit zwei schnellen Toren vor der Pause die Kontrolle: Vincenzo Grifo verwandelte in der 39. Minute einen Elfmeter, Derry Scherhant erhöhte in der 42. Minute auf 3:1. Unterdessen blieben die Auswärtsfans weitgehend still – aus Protest gegen die überzogene Sicherheitspolitik.
Die Reiseprobleme setzten sich nach dem Spiel fort: Dichter Nebel verhinderte die direkte Rückreise nach Lahr, sodass die Mannschaft eine zusätzliche Nacht in Nizza verbringen musste. Erst am folgenden Tag landeten sie in Basel. Schon die Hinreise war wegen technischer Probleme mit dem Flug verzögert worden.
Der 3:1-Erfolg bringt Freiburg in der Europa League voran, doch das Spiel wird vor allem wegen seiner Kontroversen in Erinnerung bleiben. Fanproteste, Sicherheitschaos und Reisekomplikationen machten die ohnehin ungewöhnliche Partie zu einer besonderen Herausforderung. Nun stehen für den Verein vor den nächsten Spielen logistische und organisatorische Fragen im Raum.






