09 May 2026, 20:08

Freiburg baut Schutzzaun um Synagoge – Sicherheit mit Symbolkraft

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländern, Säulen, Tür und Wand.

Freiburg baut Schutzzaun um Synagoge – Sicherheit mit Symbolkraft

Freiburg wird bald einen Schutzzaun um seine Synagoge errichten, um wachsenden Sicherheitsbedenken zu begegnen. Die Entscheidung folgt auf wiederholte Forderungen der Jüdischen Gemeinde und ist das Ergebnis monatelanger Abstimmung mit den lokalen Behörden. Oberbürgermeister Martin Horn betonte die Bedeutung des Schutzes jüdischen Lebens, bedauerte jedoch, dass solche Maßnahmen überhaupt notwendig geworden seien.

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Das Projekt wurde nach einer Zunahme von Angriffen auf jüdische Einrichtungen in ganz Deutschland genehmigt, die Alarm ausgelöst hatten. Die Jüdische Gemeinde hatte bereits seit Langem besseren Schutz gefordert, und der Sicherheitsbeauftragte Nikita Nikischin begrüßte den Schritt als wichtigen Beitrag, um Mitglieder und die Synagoge zu schützen.

Der Zaun wird transparent gestaltet, um die offene Atmosphäre des umliegenden Platzes zu bewahren. Ein zentrales Element ist ein torförmiges Eingangstor in Form eines Leuchters (Menora), das Sicherheit mit symbolischer Bedeutung verbindet. Zudem ermöglicht das Design eine würdige Gedenkstätte durch die Integration von Grundsteinen der ehemaligen Synagoge.

Für Planung und Bau ist der Caritasverband Freiburg verantwortlich. Die Gesamtkosten werden auf 120.000 Euro geschätzt, wobei der Zentralrat der Juden in Deutschland 27.500 Euro beisteuert. Die Stadt übernimmt die verbleibenden Ausgaben.

Nach Fertigstellung wird der Zaun nicht nur physischen Schutz bieten, sondern auch einen Raum der Erinnerung schaffen. Das Projekt steht für die anhaltenden Bemühungen, jüdische Einrichtungen angesichts zunehmender Bedrohungen zu schützen. Behörden und Gemeinschaftsvertreter haben eng zusammengearbeitet, um eine Lösung zu finden, die Sicherheit mit dem Respekt vor dem historischen Erbe des Ortes verbindet.

Quelle