26 June 2026, 22:08

Frauen prägen Apotheken – doch Lohnlücke von 16 Prozent bleibt bestehen

Adexa: "Mehr Wertschätzung für Frauen in Apotheken"

Frauen prägen Apotheken – doch Lohnlücke von 16 Prozent bleibt bestehen

Frauen dominieren den Apothekensektor in Deutschland – doch Lohnungleichheit bleibt

Fast neun von zehn Beschäftigten in deutschen Apotheken sind Frauen. Wie aus Daten des Deutschen Apothekerverbands (DAV) für das Jahr 2024 hervorgeht, stellen sie die Mehrheit in allen Bereichen – von Apothekerinnen bis zu pharmazeutischen Fachkräften. Dies fällt mit dem Internationalen Frauentag zusammen, an dem Forderungen nach besserer Anerkennung ihrer Arbeit laut werden.

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Laut DAV sind 89,2 Prozent des Personals in öffentlichen Apotheken weiblich. Unter den approbierten Apothekerinnen liegt der Frauenanteil bei 74,1 Prozent, bei den Auszubildenden sogar bei 74,8 Prozent. Noch höher ist der Anteil bei Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen (96,6 Prozent) und Pharmazeutischen Fachangestellten (97,5 Prozent).

Die Gewerkschaft Adexa, die sich für Apothekenmitarbeiter einsetzt, betont, dass diese Frauen unverzichtbare Aufgaben übernehmen: Sie beraten Patientinnen und Patienten, sichern die Arzneimittelversorgung und organisieren den Betriebsablauf. Tanja Kratt, Bundesvorstandsmitglied von Adexa, hebt hervor, dass Frauen das „Rückgrat des Sektors“ bilden.

Trotz ihrer zentralen Rolle bleibt die Lohnlücke in Deutschland bei 16 Prozent. Frauen verdienen im Schnitt 4,10 Euro weniger pro Stunde als Männer in vergleichbaren Positionen. Adexa führt dies auch auf ungleiche Care-Arbeit zurück: Frauen übernehmen den Großteil der Kinderbetreuung, Hausarbeit und Pflege von Angehörigen. Die Gewerkschaft fordert nun strukturelle Maßnahmen, um Diskriminierung abzubauen und die Leistungen von Frauen angemessen zu würdigen.

Anlässlich des Internationalen Frauentags pocht Adexa auf bessere Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung für Frauen in Apotheken. Da der Sektor nach wie vor von Frauen geprägt ist, sei es dringend notwendig, strukturelle Hürden zu beseitigen, um die Lohnungleichheit zu überwinden.

Quelle