FLU-PREP: Frühwarnsystem gegen Pandemie-Grippeviren startet mit 3,5 Millionen Euro Förderung
Hellmut RudolphFLU-PREP: Frühwarnsystem gegen Pandemie-Grippeviren startet mit 3,5 Millionen Euro Förderung
Neues Forschungsprojekt FLU-PREP soll frühe Erkennung von Grippeviren mit Pandemiepotenzial verbessern
Ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen FLU-PREP zielt darauf ab, die frühe Erkennung von Grippeviren zu stärken, die von Tieren auf den Menschen übergreifen könnten. Die Initiative, die mit 3,5 Millionen Euro vom Bund gefördert wird, vereint führende Gesundheitseinrichtungen im Rahmen eines One-Health-Ansatzes – einer Strategie, die menschliche, tierische und Umweltgesundheit vernetzt.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Identifizierung von tierischen Influenzaviren mit Pandemiepotenzial, bevor sie sich großflächig ausbreiten. Durch die Analyse genetischer und biologischer Daten wollen die Forscher Risiken frühzeitig bewerten und Diagnostik- sowie Präventionsmaßnahmen schneller anpassen. Dadurch ließen sich Infektionsketten möglicherweise unterbrechen, bevor sie eskalieren.
Die Universität Freiburg übernimmt dabei eine Schlüsselrolle: Sie richtete ein bundesweites Frühwarnsystem für solche Viren ein. Das Team von Professor Martin Schwemmle leitet zudem das zentrale Labor des Projekts, in dem genetische und biologische Virusanalysen durchgeführt werden.
An FLU-PREP sind zahlreiche Partner beteiligt, darunter das Robert Koch-Institut, das Friedrich-Loeffler-Institut, die Charité – Universitätsmedizin Berlin, die Universität Münster sowie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Rund eine Million Euro der Gesamtförderung fließen direkt an die Universität Freiburg für ihre Beiträge zum Projekt.
Die Ergebnisse von FLU-PREP sollen dazu beitragen, dass Gesundheitsbehörden schneller auf aufkommende Grippegefahren reagieren können. Durch eine bessere Früherkennung und Risikobewertung zielt das System darauf ab, die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass tierische Influenzaviren zu großflächigen Ausbrüchen beim Menschen führen. Die Bundesförderung stellt sicher, dass Forschung und Überwachung ohne Verzögerung beginnen können.






