25 June 2026, 02:08

FDP-Streit eskaliert: Ex-Ministerin attackiert Generalsekretär wegen Junge Freiheit-Interviews

Ex-FDP-Justizministerin bezeichnet JF als 'No-go-Zone'

FDP-Streit eskaliert: Ex-Ministerin attackiert Generalsekretär wegen Junge Freiheit-Interviews

Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat den FDP-Generalsekretär Martin Hagen scharf kritisiert, weil dieser ein Interview mit dem rechtsextremen Medium Junge Freiheit gegeben hat. Die Debatte hat innerhalb der Partei und darüber hinaus eine breitere Diskussion über den Umgang mit umstrittenen Medien ausgelöst.

Leutheusser-Schnarrenberger, eine prägende Figur des linksliberalen FDP-Flügels, argumentierte, dass Gespräche mit der Jungen Freiheit die rechtspopulistische AfD salonfähig machen könnten. Zudem warnte sie, dass die Verbindungen des Blattes zur Partei demokratische Werte untergraben könnten.

Hagen verteidigte seine Entscheidung und betonte, das Medium sei weder unseriös noch verfassungsfeindlich. Er fügte hinzu, die Gesellschaft habe – insbesondere während der Amtszeit von Angela Merkel – die Fähigkeit zu sinnvollen Debatten verloren. Seine Äußerungen erfolgten, nachdem der Spiegel angedeutet hatte, das Interview verstoße gegen journalistische Grundsätze der Distanzierung.

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Die FDP-Vorstandsmitglied Susanne Seehofer unterstützte Hagens Schritt und unterstrich die Bedeutung des Dialogs jenseits politischer Echokammern. Unterdessen zog sich die ehemalige Staatssekretärin und Philosophin Sabine Döring aus einer Podiumsdiskussion zurück – aus Protest gegen die Wahl des Forums für die Debatte.

Hagen schloss zugleich jede formelle Zusammenarbeit mit der AfD aus und bezeichnete sie als von ethnonationalistischen und antidemokratischen Ideologen dominiert. Der Streit zeigt die anhaltenden Spannungen innerhalb der FDP auf, wie mit rechtsextremen Medien und politischen Gruppen umgegangen werden soll. Die Partei steht nun unter internem Druck, ihre Haltung zu solchen Kontakten klarer zu definieren.

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