19 June 2026, 20:08

FDP-Strategie in der Krise: Warum Sabine Döring die Debatte mit Martin Hagen absagte

Rückzug aus Debatte

FDP-Strategie in der Krise: Warum Sabine Döring die Debatte mit Martin Hagen absagte

Sabine Döring hat eine geplante Debatte mit FDP-Generalsekretär Martin Hagen in der Friedrich-Naumann-Stiftung abgesagt. Der Schritt folgt auf ein kürzlich geführtes Interview Hagens mit der Jungen Freiheit, einem Medium, das bei Lesern mit Sympathien für die AfD bekannt ist. Döring, Wissenschaftlerin und Liberale, erklärte, sie wolle sich nicht länger mit dem Magazin auseinandersetzen.

In dem Gespräch mit der Jungen Freiheit hatte Hagen die AfD scharf kritisiert. Dennoch zielt Dörings Rückzug darauf ab, Wähler davon abzuhalten, den FDP-Generalsekretär zu unterstützen. Ihre Entscheidung stößt bei FDP-Kritikern auf Zustimmung, darunter auch bei langjährigen Gegnern der Partei.

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Die FDP hat in den vergangenen Jahren eine deutliche Verschiebung in ihrer Wählerschaft erlebt. Fast 900.000 ehemalige FDP-Wähler stimmten bei der Bundestagswahl 2025 für die AfD. Die Partei bemüht sich nun, diese Wähler zurückzugewinnen, und argumentiert, dass Wahlen durch Stimmen und nicht durch moralische Positionierung entschieden werden.

Andere FDP-Politiker haben sich in der Vergangenheit bereits über Interviews oder Gastbeiträge in der Jungen Freiheit geäußert. Die Partei sieht das Blatt als möglichen Kanal, um AfD-nahen Wählern zu erreichen. Döring hingegen bezieht eine andere Position und distanziert sich von der Plattform.

Dörings Absage unterstreicht die Spaltung innerhalb der FDP darüber, wie mit AfD-sympathisierenden Wählern umgegangen werden soll. Die Partei sucht weiterhin nach Wegen, um die an ihre Konkurrenten verlorene Unterstützung zurückzugewinnen. Ihre Entscheidung verdeutlicht die anhaltende Debatte über Strategie und Wähleransprache in der deutschen Politik.

Quelle