FDP-Politiker Horst Rehberger mit 87 Jahren gestorben – ein Leben für die Politik
Marliese MülichenFDP-Politiker Horst Rehberger mit 87 Jahren gestorben – ein Leben für die Politik
Horst Rehberger, langjähriger Politiker der Freien Demokratischen Partei (FDP), ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Seine politische Laufbahn umfasste mehr als vier Jahrzehnte und begann 1970 mit seiner Wahl zum Oberbürgermeister von Karlsruhe. Der gelernte Jurist übernahm im Laufe seiner Karriere Schlüsselpositionen in zwei deutschen Bundesländern.
Rehberger betrat die politische Bühne 1970, als er zum Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Karlsruhe gewählt wurde. Seine frühen Jahre im Amt legten den Grundstein für spätere Verantwortungen in der Landesregierung.
1984 übernahm er das Amt des Wirtschaftsministers im Saarland, das er ein Jahr lang innehatte, bevor er 1985 nach Sachsen-Anhalt wechselte. Dort wirkte er bis 1993 als Wirtschaftsminister, bis er im Zuge eines Gehaltsaffäre zurücktrat. Später wurde er von jedem Vorwurf freigesprochen.
Nach dem Skandal blieb Rehberger politisch aktiv. Er führte den FDP-Landesverband im Saarland bis 1990 und kehrte 2002 in die Landesregierung von Sachsen-Anhalt zurück. Diesmal übernahm er sowohl das Amt des Wirtschaftsministers als auch die Position des Stellvertreters von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU), ein Amt, das er bis 2006 ausübte. Seine zweite Amtszeit in Sachsen-Anhalt dauerte bis 2011, als er von seiner Stellung als Stellvertreter zurücktrat.
Rehbergers politischer Werdegang war geprägt von Höhen und Herausforderungen – von der kommunalen Führungsebene bis hin zur Landesregierung. Seine Beiträge in Sachsen-Anhalt und im Saarland umfassten wirtschaftspolitische Weichenstellungen und Parteiführung. Er hinterlässt ein Erbe, das von Jahrzehnten im Dienst der Öffentlichkeit geprägt ist.






