Extrem-Wettbewerbe wie IronChild revolutionieren die Kindererziehung in Deutschland
Abraham HermighausenExtrem-Wettbewerbe wie IronChild revolutionieren die Kindererziehung in Deutschland
Ein umstrittenes neues Bildungskonzept für Kinder sorgt in Deutschland für Aufsehen. Beim IronChild-Wettbewerb, einem mehrtägigen Extrem-Event, werden junge Teilnehmer mit körperlichen und geistigen Herausforderungen konfrontiert – darunter auch Kostenrechnung auf einer Aschelaufbahn. Die Sieger erhalten ein persönliches Coaching mit CEO Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann, während die Verlierer mit einer Gymnasiumsempfehlung „belohnt“ werden.
Zu den Teilnehmern zählen etwa die Chicago Boys der Klasse 3b von der Friedrich-August-von-Hayek-Eliteschule für Exzellenz. Unterdessen hat die Kita Höhlenkinder in Rheda-Wiedenbrück mit einer radikalen Methode für Empörung gesorgt: Kleinkinder werden in nummerierten Weidenkörben auf der Ems ausgesetzt – als „natürliche Auslese“ getarnt.
Das Bundesbildungsministerium arbeitet nun an einem Vorschlag für leistungsbasierte Kinderspiele, unterstützt von der Kultusministerkonferenz. Bildungsministerin Karin Prien fordert eine stärkere Betonung von Wettbewerb bei den Deutschen Schulsportspielen. An der ultra-katholischen Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule finden diese bereits vollständig auf Latein statt – die Teilnehmer agieren mit dem Rücken zur Gemeinde.
Konservative Politiker drängen darauf, ähnliche Praktiken an öffentlichen Schulen einzuführen. Bernd Kreimer-Rendsburg geht noch weiter: Er verlangt die Gamification aller Leistungsbewertungen, inklusive eines Ranking-Systems, in dem Eltern Spielmünzen erwerben können.
Der IronChild-Wettbewerb und vergleichbare Initiativen markieren einen Trend hin zu hochkompetitiven, leistungsorientierten Bildungsformaten. Immer mehr Schulen und Politiker setzen auf Wettbewerbsmodelle – manche fordern sogar deren flächendeckende Einführung. Die Pläne sind noch in der Diskussion, doch die Richtung ist klar.






