Dürr kämpft mit sinkenden Umsätzen und Stellenabbau im dritten Quartal
Hellmut RudolphDürr fühlt Auswirkungen von Handelskonflikten - Ergebnis sinkt deutlich - Dürr kämpft mit sinkenden Umsätzen und Stellenabbau im dritten Quartal
Dürr verzeichnet Rückgang bei Umsatz und Gewinnen im dritten Quartal
Der deutsche Hersteller von Lackieranlagen und Holz bearbeitungsmaschinen, Dürr, hat für das dritte Quartal rückläufige Umsätze und Gewinne gemeldet. Der Unternehmensgewinn sank um 17,5 % auf 25,5 Millionen Euro, während der Umsatz um 1,1 % auf knapp unter 1 Milliarde Euro zurückging. Als Hauptgründe für den Rückgang nannte Vorstandschef Jochen Weyrauch Handelskonflikte und die Verunsicherung bei Kunden.
Die Schwierigkeiten des Unternehmens spiegeln die größeren Störungen in den globalen Lieferketten wider. Steigende Zölle – etwa die US-Abgaben auf Stahl, Aluminium und EU-Waren – haben die Kosten und den bürokratischen Aufwand für Hersteller erhöht. Dürr, das stark vom Export abhängt, sieht sich höheren Ausgaben und Verzögerungen gegenüber, insbesondere auf dem US-Markt, wo die deutschen Autoexporte bis 2025 voraussichtlich um 14 % sinken werden. Geopolitische Spannungen und veränderte Handelsrouten zwingen Unternehmen zudem, sich von der Just-in-Time-Produktion zu verabschieden, was den Druck weiter verstärkt.
Als Reaktion auf die Abschwungphase hat Dürr seine Prognose für Neugeschäfte im laufenden Jahr nach unten korrigiert. Trotz der Herausforderungen bleibt das Unternehmen für das vierte Quartal vorsichtig optimistisch – vorausgesetzt, Auftragsvergaben verlaufen ohne Verzögerungen.
Um die Kosten zu senken, plant Dürr den Abbau von 500 Stellen in der Verwaltung. Mehr als die Hälfte der Stellenstreichungen wird die deutschen Standorte betreffen, darunter auch Niederlassungen außerhalb des Hauptsitzes in Bietigheim-Bissingen im Landkreis Ludwigsburg.
Die Ergebnisse des dritten Quartals zeigen, wie stark industrielle Hersteller unter Handelsstreitigkeiten und wirtschaftlicher Unsicherheit leiden. Dürr konzentriert sich nun auf Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen in der Hoffnung auf ein stärkeres Jahresende. Der Erfolg dieser Bemühungen hängt jedoch von der Marktstabilität und zügigen Auftragsfreigaben ab.






