27 April 2026, 14:15

"Die Möglichkeit der Irrationalität": Berlins skurrilste Ausstellung lädt zum Umdenken ein

Ein Comic-Strip-Panel Mit Einem Mann In Einem Zylinder Und Einer Frau In Einem Kleid, Die In Einer Debatte Engagiert Sind, Mit Dem Mann, Der Ein Stück Papier Hält.

"Die Möglichkeit der Irrationalität": Berlins skurrilste Ausstellung lädt zum Umdenken ein

"Die Möglichkeit der Irrationalität" – Eine neue Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW)

Im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) hat die Ausstellung "Die Möglichkeit der Irrationalität" ihre Pforten geöffnet. Kuratiert von Jan Boehmann, verwandelt die Schau sein Fernsehformat in ein interaktives Erlebnis. Besucher können ungewöhnliche Exponate entdecken – von politischen Devotionalien bis hin zu überdimensionalen Installationen.

Zu den Hinguckern zählt eine riesige aufblasbare Freiheitsstatue, die nun im kleinen Teich des HKW versinkt. Gleich daneben thront eine meterhohe Butterbüste des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl als eines der markantesten Ausstellungsstücke. Durch ein Fernrohr- und Spiegelsystem lässt sich zudem ein Live-Stream von Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Arbeit beobachten.

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Handys sind in der gesamten Ausstellung verboten – für eine ungetrübte Immersion. Zu den kurioseren Objekten gehören "Trophäen, Souvenirs und Accessoires" mit Bezug zu umstrittenen Persönlichkeiten, darunter eine unter der Marke Donald Trump vertriebene Haarkur und der Boxsack, den einst Jan Marsalek in seinem Büro nutzte.

Boehmann, der bereits 2019 Ausstellungen im Künstlerhaus Graz kuratierte, beschreibt das Projekt als Erkundung "konstruktiver Irrationalität". Solche Ansätze, so seine Überzeugung, könnten der Gesellschaft neue Impulse geben. Noch bis zum 19. Oktober bleibt die Schau geöffnet – ein Mix aus Spektakel und Reflexion, ganz ohne klassische Ausstellungshöhepunkte.

Mit einer Mischung aus Humor, Politik und Surrealismus lädt die Schau zum Mitdenken ein. Durch das Handyverbot und die Fülle provokanter Objekte regt Boehmann die Besucher an, die Vernunft selbst zu hinterfragen. Fast zwei Monate lang bleibt Zeit, diese ungewöhnliche Perspektive auf die moderne Kultur zu erleben.

Quelle