Die Linke kämpft mit radikalen Forderungen um Einzug in den Stuttgarter Landtag
Hellmut RudolphDie Linke kämpft mit radikalen Forderungen um Einzug in den Stuttgarter Landtag
Die Linke bereitet sich mit einem ehrgeizigen Programm auf die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg vor
Die Linkspartei geht mit einem mutigen politischen Kurs in den Wahlkampf für die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg. Die linke Partei, die seit 2011 bei jeder Wahl in der Region angetreten ist, konnte bisher noch nie den Einzug in den Landtag schaffen. Nun setzt sie unter der Führung der beiden Landesvorsitzenden Sahra Mirow und Elwis Capece auf weitreichende Reformen in den Bereichen Arbeitsrecht, Wohnen und Steuern.
Die Linke entstand 2007 aus dem Zusammenschluss der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) und der Wahlalternative Arbeit & Soziale Gerechtigkeit (WASG) und vertritt seitdem das linke Ende des politischen Spektrums in Deutschland. Aktuell hält die Partei 64 Sitze im Bundestag und erreichte bei der Bundestagswahl 2021 in Baden-Württemberg 6,8 Prozent der Stimmen. Die rund 10.300 Mitglieder im Land setzen sich für eine Umverteilung von Vermögen, den Ausbau sozialer Leistungen und stärkere Arbeitnehmerrechte ein.
Im Wahlkampf fordert Die Linke nun strengere Tarifverträge und eine größere Mitbestimmung der Beschäftigten in Unternehmensentscheidungen. Zudem unterstützt sie die Gewerkschaften in ihrer Forderung nach kürzeren Arbeitszeiten. Im Wohnungssektor will die Partei Mieten einfrieren, große Immobilienkonzerne vergesellschaften und jährlich 20.000 neue Sozialwohnungen bauen.
Finanziell schlägt Die Linke vor, die Schuldenbremse des Landes abzuschaffen und eine Vermögenssteuer wieder einzuführen. Darüber hinaus verlangt sie mehr direkte Demokratie, ein Paritätsgesetz für eine gleichberechtigte Vertretung von Frauen sowie das Wahlrecht für alle Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 Jahren, die mindestens fünf Jahre in Baden-Württemberg leben. Bildung bleibt ein zentrales Thema – mit dem Ziel, Chancengleichheit unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten zu gewährleisten.
Allerdings stehen einige Strömungen innerhalb der Linken unter Beobachtung des baden-württembergischen Verfassungsschutzes, da Bedenken wegen linksextremistischer Tendenzen bestehen.
Der Wahlkampf 2026 der Linken konzentriert sich auf wirtschaftliche und soziale Reformen, insbesondere auf bezahlbaren Wohnraum, Arbeitnehmerschutz und Steuergerechtigkeit. Die Partei schlägt damit grundlegende Kurswechsel in der Landespolitik vor – von Vermögensumverteilung bis hin zur Ausweitung des Wahlrechts. Ob diese Pläne der Partei erstmals den Einzug in den baden-württembergischen Landtag ermöglichen werden, bleibt abzuwarten.
Die Linke unveils 70-page election program for March 8, 2026, Landtag bid
Die Linke has confirmed the March 8, 2026, election date and released a 70-page program outlining housing reforms, rent freezes, and anti-war policies. This marks the party's first formal bid to enter Baden-Württemberg's Landtag, building on national strategies for affordability and social justice.






