Deutschlands Gebäude sollen bis 2045 klimaneutral werden – doch wie?
Hellmut RudolphDeutschlands Gebäude sollen bis 2045 klimaneutral werden – doch wie?
Deutschland treibt die Bemühungen zur Steigerung der Energieeffizienz seiner Gebäude voran. Rund 63 Prozent der Wohnimmobilien wurden vor 1979 errichtet und bieten damit erhebliches Potenzial für Modernisierungen. Diese älteren Gebäude tragen maßgeblich zu den 40 Prozent der CO₂-Emissionen des Landes bei, die auf den Gebäudesektor entfallen.
Die deutsche Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Um dies zu erreichen, muss der Gebäudebereich einen grundlegenden Wandel durchlaufen. Ein zentraler Schritt ist das Gebäudeenergiegesetz, das nun vorschreibt, dass neue Heizsysteme mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen.
Wärmepumpen ersetzen zunehmend fossile Heizsysteme in Ein- und Zweifamilienhäusern. Auch Kommunen übernehmen Verantwortung und setzen auf quartiersbezogene Strategien, um durch lokale Netze auf erneuerbare Wärme umzustellen. Die kommunale Wärmeplanung ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen, um den Bedarf effizient zu decken.
Innovative Ansätze werden bundesweit umgesetzt. Das serielle Sanieren, inspiriert vom niederländischen Energiesprong-Modell, beschleunigt die energetische Gebäudemodernisierung. Digitale Werkzeuge wie intelligente Sensoren und lernfähige Algorithmen optimieren zudem den Energieverbrauch in Gebäuden.
Quartiersbezogene Ansätze und die Führung durch Kommunen erweisen sich als entscheidend für den Fortschritt. Diese Maßnahmen berücksichtigen das Zusammenspiel von Gebäuden und Infrastruktur. Gemeinsam sollen sie die Emissionen senken und Deutschland seinen Klimazielen ein Stück näherbringen.






