Deutschlands Apotheken werden älter – ein Trend mit Folgen für den Arbeitsmarkt
Hellmut RudolphDeutschlands Apotheken werden älter – ein Trend mit Folgen für den Arbeitsmarkt
Deutschlands Erwerbsbevölkerung wird immer älter – besonders in Apotheken
In der deutschen Arbeitswelt spielen ältere Beschäftigte eine zunehmend größere Rolle. 2024 war fast ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker 56 Jahre oder älter – ein Spiegelbild des allgemeinen Trends auf dem Arbeitsmarkt. Die Generation der Babyboomer bleibt dabei ein zentraler Faktor für diese Entwicklung.
In deutschen Apotheken waren 2024 genau 30 Prozent der Apotheker 56 Jahre oder älter. Innerhalb dieser Gruppe entfielen 13,5 Prozent auf die Altersgruppe zwischen 56 und 60 Jahren, weitere 6,5 Prozent waren 66 Jahre oder älter. Apothekenleiter waren im Schnitt 53,6 Jahre alt, während das durchschnittliche Alter aller Apotheker in öffentlichen Apotheken bei 48,4 Jahren lag.
Doch das Phänomen beschränkt sich nicht auf den Apothekensektor: In der gesamten Wirtschaft waren 2024 noch 24 Prozent aller deutschen Arbeitnehmer zwischen 55 und 64 Jahren erwerbstätig. Im EU-Durchschnitt lag dieser Anteil bei nur 20 Prozent. Prognosen zufolge werden bis 2039 rund 13,4 Millionen Beschäftigte in Deutschland das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben.
Die Zahlen zeigen deutlich: Die Belegschaften in Deutschland altern – besonders ausgeprägt ist dieser Trend in Apotheken. Angesichts eines beträchtlichen Teils der Beschäftigten, die sich dem Rentenalter nähern oder es bereits erreicht haben, stehen dem Land in den kommenden Jahrzehnten tiefgreifende Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt bevor.
