Daimler Truck startet Militär-Offensive mit neuer Verteidigungsmarke
Daimler Truck gründet neue Marke für Militärfahrzeuge
Daimler Truck hat mit Daimler Truck Defence eine neue Marke ins Leben gerufen, um seine Position im Markt für militärische Fahrzeuge auszubauen. Mit diesem Schritt will das Unternehmen seine Einnahmen aus Rüstungsaufträgen bis 2028 auf eine Milliarde Euro steigern. Derzeit macht der Militärbereich nur einen kleinen Teil des Gesamtgeschäfts aus.
Im vergangenen Jahr verzeichnete Daimler Truck Verteidigungsumsätze im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Der Gesamtumsatz des Konzerns belief sich 2023 auf 49,5 Milliarden Euro – ein Wert, der die Ambitionen hinter dem Milliardeziel unterstreicht. Militärfahrzeuge tragen bisher nur im einstelligen Prozentbereich zu den Gesamterlösen bei.
Die neue Verteidigungsmarke wird sich nicht auf Mercedes-Benz Lkw beschränken, sondern auch andere Marken des Konzerns wie Western Star und BharatBenz umfassen. Die Strategie setzt auf modulare Plattformen aus der zivilen Fahrzeugproduktion sowie auf Kooperationen mit externen Partnern.
Der Gewinn von Daimler Truck sank im vergangenen Jahr um 34 Prozent auf zwei Milliarden Euro, bedingt durch US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika. Um das Wachstum im Verteidigungsbereich voranzutreiben, übernimmt das Werk in Wörth am Rhein (Rheinland-Pfalz) eine führende Rolle bei der Expansion. Dort sollen über 100 neue Mitarbeiter eingestellt werden, die das bestehende Team von rund 1.000 Beschäftigten im Rüstungssektor verstärken.
Die Einführung von Daimler Truck Defence markiert den Vorstoß in einen Bereich, den das Unternehmen als zentrales Wachstumsfeld betrachtet. Das Ziel von einer Milliarde Euro Umsatz unterstreicht das langfristige Engagement. Der Ausbau der Belegschaft und die Nutzung bestehender Plattformen sollen die Umsetzung dieses Plans unterstützen.






