Daimler plant radikale Umstrukturierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Hellmut RudolphDaimler plant radikale Umstrukturierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Daimler prüft eine umfassende Umstrukturierung seines Geschäfts. Das Unternehmen könnte seine Sparten Mercedes-Benz Pkw & Transporter sowie Daimler Lkw & Busse in eigenständige rechtliche Einheiten überführen. Mit diesem Schritt soll die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und auf veränderte Marktanforderungen reagiert werden.
Der Vorstand hat das Vorhaben bereits gebilligt, doch steht noch die Zustimmung des Aufsichtsrats aus. Eine endgültige Entscheidung wurde bisher nicht getroffen. Falls das Projekt genehmigt wird, müssten die Aktionäre auf der nächsten Hauptversammlung darüber abstimmen – frühestens jedoch im Jahr 2019.
Laut den geplanten Änderungen blieben die beiden Divisionen weiterhin in Deutschland angesiedelt. Daimler schließt Ausgliederungen oder Stellenabbau ausdrücklich aus. Stattdessen hat man sich mit den Arbeitnehmervertretern auf ein Rahmenabkommen verständigt, das die Arbeitsplatzsicherheit bis Ende 2029 im Rahmen der Initiative „Zukunftssicherung 2030“ garantiert.
Im Zuge der Vereinbarung wird das Unternehmen seine Pensionskasse mit drei Milliarden Euro stärken. Zudem sind Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro für die Vorbereitung der Umstrukturierung vorgesehen. Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche betonte, wie wichtig die Weiterentwicklung sei, um die langfristige Profitabilität zu sichern.
Der Restrukturierungsplan sieht keine Kostensenkungen oder Personalabbau vor. Über die Zukunft des Vorhabens entscheiden letztlich die Aktionärszustimmung und weitere Beschlüsse des Aufsichtsrats. Das Unternehmen bleibt darauf fokussiert, Arbeitsplätze zu sichern und die finanzielle Position zu stärken.






