Chaos beim Fusion Festival: Drogen, Brände und Evakuierungen in Neustrelitz
Marliese MülichenChaos beim Fusion Festival: Drogen, Brände und Evakuierungen in Neustrelitz
Behörden melden zahlreiche Vorfälle beim diesjährigen Fusion Festival bei Neustrelitz
Polizei und Zollbeamte verzeichneten während des diesjährigen Fusion Festivals in der Nähe von Neustrelitz mehrere Zwischenfälle. Die Behörden gingen gegen Drogendelikte, öffentliche Rüstigkeiten und illegale Einwanderung vor. Die Veranstaltung musste zudem aus Sicherheitsgründen zeitweise unterbrochen werden.
Rund 70 Bundespolizisten waren am Bahnhof Neustrelitz im Einsatz, um das Festival zu überwachen. Bei Verkehrskontrollen stellten sie 48 Fälle von Fahrern unter Drogeneinfluss fest. Zudem dokumentierten die Beamten zehn Straftaten und einen Ordnungswidrigkeit – meist im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln.
Die Zollfahnder leiteten 24 Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannabiskonsumgesetz ein. Acht Anzeigen wurden wegen Drogenbesitzes oder -handels erstattet. Beschlagnahmt wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine.
Am Donnerstagabend kam es zu einem vorübergehenden Stopp des Festivals, nachdem Brände ausgebrochen waren. Alle Besucher wurden vorsorglich auf das nahegelegene Flugfeld evakuiert. Zudem wurde ein Beamter bei der Beweissicherung gefilmt und dabei leicht verletzt. Mehrere Personen wurden beschuldigt, eine mobile Polizeistation mit Graffiti besprüht zu haben. Bei einer Person stellte sich heraus, dass sie sich ohne legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland aufhielt.
Die Veranstaltung war von einem breiten Spektrum polizeilicher Maßnahmen geprägt – von Drogenbeschlagnahmungen bis hin zu Ordnungswidrigkeiten. Die vorübergehende Unterbrechung und die Evakuierungen unterstrichen die Sicherheitsvorkehrungen als Reaktion auf die Brände. Die Behörden arbeiten weiterhin an der Aufklärung der während des Festivals registrierten Vorfälle.
