25 March 2026, 14:10

CDU und Grüne starten zähe Sondierungen für eine schwarz-grüne Koalition in Baden-Württemberg

Alte Karte von Stuttgart, Deutschland, mit einem grünen Rand, die detaillierte Gebäude, Straßen und Merkmale zeigt, begleitet von Text über die Einwohnerzahl, den Standort und die Geschichte der Stadt.

CDU und Grüne starten zähe Sondierungen für eine schwarz-grüne Koalition in Baden-Württemberg

Sondierungsgespräche zwischen CDU und Grünen in Baden-Württemberg offiziell gestartet

Die explorativen Gespräche zwischen CDU und Grünen in Baden-Württemberg haben offiziell begonnen. Die beiden Parteien trafen sich am 20. März 2026 in Stuttgart – nur wenige Tage, nachdem die CDU bei der Landtagswahl 32,8 Prozent der Stimmen geholt hatte. Die Spannungen bleiben hoch, nachdem ein erbitterter Wahlkampf und gescheiterte Verhandlungen mit der FDP die Stimmung belastet haben.

Die Wahl am 15. März hatte die CDU zwar als stärkste Kraft hervorgebracht, doch ohne absolute Mehrheit. Erste Sondierungen mit der FDP waren gescheitert, nachdem die Zahlen nicht reichten, sodass die CDU nun auf die Grünen zugehen musste. Beide Delegationen trafen im Tagungszentrum der Katholischen Kirche in der Stuttgarter Fußgängerzone ein, wobei die Grünen als Erste erschienen. CDU-Vertreter baten Journalisten, vor dem Betreten des Gebäudes draußen zu warten.

Bereits in den Wochen zuvor hatte es private Treffen zwischen dem Grünen-Politiker Cem Özdemir und CDU-Landeschef Manuel Hagel gegeben. Ziel dieser Gespräche war es, das Misstrauen nach dem umstrittenen Wahlkampf abzubauen. Hagel selbst war nach der Wahl mit Beleidigungen und Drohungen in sozialen Medien konfrontiert worden.

Die CDU inszeniert sich als geschädigte Partei und verweist auf eine angebliche Diffamierungskampagne während des Wahlkampfs – eine Taktik, die offenbar Verhandlungsmacht stärken soll. Innerhalb der Union versuchen Figuren wie Thomas Strobl, Gräben zu überbrücken, und unterscheiden zwischen verschiedenen Flügeln der Grünen: denen, die sich an Winfried Kretschmann orientieren, und denen, die Özdemir näherstehen.

Streit gibt es bereits bei der Verteilung der Ressorts. Die CDU beansprucht mehr Ministerien als die Grünen, was dem Ministerpräsidenten im Falle einer pattstehenden Regierung die entscheidende Stimme geben würde. Zwei Wochen nach der Wahl bleibt das Klima zwischen den beiden Lagern angespannt.

Die Gespräche markieren den ersten offiziellen Schritt hin zu einer möglichen schwarz-grünen Koalition in Baden-Württemberg. Sollte eine Einigung gelingen, wären Kompromisse bei Postenvergaben und politischen Prioritäten nötig. Das Ergebnis wird zeigen, ob die nächste Landesregierung ohne ständige Blockaden regieren kann.

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