Bundeswehr stoppt Umnutzung von 25 Militärstandorten – Wohnungsbau in Ellwangen gefährdet
Abraham HermighausenEllwangen will Apartments - Berlin Kasernen - Bundeswehr stoppt Umnutzung von 25 Militärstandorten – Wohnungsbau in Ellwangen gefährdet
Das deutsche Verteidigungsministerium hat die Umwidmung militärischer Liegenschaften für zivile Zwecke vorläufig gestoppt. Von der Entscheidung sind mehr als 25 ehemalige Militärstandorte im ganzen Land betroffen. Einer der betroffenen Orte ist Ellwangen, wo nun die Pläne für Wohnraum und Flüchtlingseinrichtungen auf der Kippe stehen.
Die Aussetzung trifft direkt das Landeserstaufnahmezentrum in Ellwangen, wo sieben ehemalige Kasernengebäude noch bis Jahresende als Unterkunft für Geflüchtete dienen. Bürgermeister Michael Dambacher betont die dringende Notwendigkeit der Umnutzung, insbesondere für das Gelände Ellwangen-Süd. Das bereits weit fortgeschrittene Projekt soll in den kommenden Jahren Wohnraum für 1.800 Menschen schaffen. Die Stadtverwaltung schließt eine künftige militärische Nutzung des Areals aus und besteht darauf, dass das Gelände nach dem Auszug der Geflüchteten in Wohnraum umgewandelt werden muss.
Auch in Baden-Württemberg ist die Bleidorn-Kaserne in Ulm von dem Stopp betroffen. Der noch von der Bundeswehr genutzte Standort sollte eigentlich bis Ende des Jahres an die Stadt zurückgegeben werden. Gleichzeitig läuft der Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen aus, was den Druck erhöht, die Umnutzungspläne endlich abzuschließen.
Die Aussetzung lässt zahlreiche Projekte in der Schwebe – darunter die Wohnungsbauvorhaben in Ellwangen und die Übergabe der Ulmer Kaserne. Die lokalen Behörden müssen nun auf weitere Weisungen aus dem Verteidigungsministerium warten. Der Stopp könnte zivile Entwicklungsvorhaben an den betroffenen Standorten erheblich verzögern.






