Bundesregierung diskutiert strengere Social-Media-Regeln für Jugendliche
Jovan JohannBundesregierung diskutiert strengere Social-Media-Regeln für Jugendliche
Die deutsche Bundesregierung erwägt strengere Regeln für Kinder und Jugendliche in sozialen Medien. Bundesfamilienministerin Karin Prien hat ihre Unterstützung für schärfere Kontrollen bekräftigt. Eine endgültige Entscheidung soll jedoch erst fallen, wenn eine Expertenkommission im Juni ihre Empfehlungen vorlegt.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte zuvor einen vollständigen Social-Media-Ausschluss für Minderjährige infrage gestellt. Stattdessen forderte er eine stärkere elterliche Aufsicht und bessere Medienkompetenz. Prien schloss sich dieser Haltung an und betonte, dass neben neuen Vorschriften vor allem eine „größere elterliche Verantwortung“ notwendig sei.
Prien skizzierte zudem ihre Vision für eine ausgewogene Strategie. Sie argumentierte, dass sich mögliche Maßnahmen auf drei zentrale Bereiche konzentrieren sollten: Schutz, Stärkung und Teilhabe. Die Regierung plant, die Ergebnisse der Kommission auszuwerten, bevor ein Gesetzesentwurf erarbeitet wird.
Das geplante Maßnahmenpaket zielt darauf ab, Bedenken hinsichtlich der Onlinesicherheit junger Menschen zu adressieren. Konkrete Einschränkungen stehen zwar noch nicht fest, doch betonen Verantwortliche, dass Handlungsbedarf bestehe. Änderungen wird es erst nach Vorlage des Expertenberichts geben. Die endgültigen Regelungen könnten zwar verschärfte Vorgaben umfassen, ein generelles Verbot gilt jedoch als unwahrscheinlich. Die Minister haben signalisiert, dass elterliche Einbindung und Aufklärung im Mittelpunkt der neuen Politik stehen werden.
