Bundespolizei bangt um Einsatzfähigkeit: Körperkameras drohen 2023 auszufallen
Hellmut RudolphBundespolizei bangt um Einsatzfähigkeit: Körperkameras drohen 2023 auszufallen
Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras
Die deutsche Bundespolizei könnte bald ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung für die bestehenden Modelle einzustellen, und eine jüngste Ausschreibung für Nachfolgemodelle ist gescheitert. Damit droht Beamten 2023 der Verlust eines wichtigen Arbeitsmittels.
Eine Ausschreibung über 2.500 neue Körperkameras – mit Option auf weitere 1.500 Geräte – platzte trotz eines Budgets von fünf Millionen Euro. Zusätzliche Anforderungen wie wechselbare Akkus machten das Angebot für Lieferanten weniger attraktiv. Zudem sind einige der aktuellen Modelle nahtlos mit den Tasern der Polizei kompatibel, was die Ersatzbeschaffung weiter verkompliziert.
Behörden drängen nun das Bundesinnenministerium zum schnellen Handeln. Sie hoffen, dass der bestehende Hersteller die Unterstützung vorläufig verlängert – was jedoch Millionen kosten würde. Ohne Lösung könnten Beamte ein Gerät verlieren, das sich bewährt hat, um Konflikte zu entschärfen und in aggressiven oder kriminellen Situationen Beweise zu sichern.
Die Bundespolizei steht vor einem erheblichen Mangel an einsatzfähigen Körperkameras im kommenden Jahr. Das gescheiterte Vergabeverfahren und der bevorstehende Wegfall der Herstellerunterstützung gefährden die Ausstattung der Beamten mit essenzieller Technik. Offizielle Stellen fordern eine zügige Lösung, um Betriebseinschränkungen zu vermeiden.
