Braunschweig streitet über Hilfen für Händler in Dauerbaustellen
Ein aktueller Antrag im Braunschweiger Stadtrat hat eine Debatte über die Unterstützung örtlicher Unternehmen ausgelöst, die unter langfristigen Baustellen leiden. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Wiedereinführung eines Baustellenfonds sowie die Verbesserung der Hilfen für betroffene Händler.
Die BIBS-Gruppe und Stadtrat Robert Glogowski hatten ursprünglich beantragt, den Baustellenfonds wieder einzurichten, um Unternehmen in der Nähe langwieriger Bauarbeiten zu entlasten. Standorte wie der Hagenmarkt, der Bültenweg und die Helmstedter Straße verzeichnen seit Monaten weniger Laufkundschaft, verlorene Parkplätze und eingeschränkte Zufahrten – mit spürbaren Folgen für den lokalen Handel.
Kurz vor der Ratssitzung brachten die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen jedoch einen letzten Änderungsantrag ein. Die überarbeitete Vorlage verlagerte den Fokus von Soforthilfen auf langfristige Lösungen. Gefordert wurden eine Bewertung bisheriger Maßnahmen sowie die Entwicklung neuer finanzieller und nicht-finanzielle Unterstützungsinstrumente. Zudem sollten klare Kriterien für deren Einsatz definiert werden.
In der Sitzung kritisierte Glogowski den Änderungsantrag als zu zögerlich. Auch Stefan Wirtz von der AfD bemängelte den Zeitrahmen. Trotz des Widerstands wurde die Änderung angenommen und der ursprüngliche Antrag damit deutlich umgestaltet.
Der Rat wird nun prüfen, wie betroffene Unternehmen bei langandauernden Bauprojekten besser unterstützt werden können. Die Ergebnisse sollen vor den Haushaltsberatungen für 2027/2028 den zuständigen Ausschüssen vorgelegt werden. Der beschlossene Änderungsantrag ebnet den Weg für künftige politische Weichenstellungen.
