10 June 2026, 04:11

Bosch will bis 2030 komplett CO₂-neutral werden – mit radikalen Maßnahmen

Boschs Roadmap zu einem zero-carbon-Betrieb

Bosch will bis 2030 komplett CO₂-neutral werden – mit radikalen Maßnahmen

Bosch setzt sich ehrgeiziges Ziel: Bis 2030 komplett CO₂-neutral

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Der Technologiekonzern Bosch will bis 2030 sämtliche CO₂-Emissionen eliminieren. Dafür investiert das Unternehmen massiv in saubere Energien, Effizienzsteigerungen und umweltfreundlichere Logistik. Bereits jetzt zeigen aktuelle Projekte Wirkung: Der Ausstoß von Treibhausgasen und der Energieverbrauch in den weltweiten Standorten konnten spürbar reduziert werden.

Noch 2018 entfiel mit 71 Prozent der Großteil der transportbedingten CO₂-Emissionen von Bosch auf den Luftfrachtverkehr. Um dies zu ändern, will das Unternehmen nun schrittweise komplett auf planmäßige Lufttransporte verzichten. Stattdessen sollen Güter künftig per Schiff verschifft werden – auch wenn dies größere Lagerbestände erfordert, um längere Lieferzeiten auszugleichen.

Fortschritte bei der Verringerung des CO₂-Fußabdrucks hat Bosch bereits erzielt: Durch die Optimierung von Lkw-Größen, die Bündelung von Lieferungen und die Reduzierung der Transportfrequenzen konnten die Emissionen um das Dreifache gesenkt werden. Zudem setzt das Unternehmen auf Frachtflugzeuge, die im Vergleich zu Passagiermaschinen für den Gütertransport 1,7-mal weniger Energie verbrauchen.

Auch bei der Energieeffizienz gibt es deutliche Verbesserungen. Am Standort Stuttgart-Feuerbach sank der Verbrauch seit 2007 um 55 Prozent – dank Schulungen für Mitarbeiter und besserem Management. In Renningen trugen ein begrüntes Dach und ein System zur Regenwassernutzung zu einer Einsparung von 30 Prozent bei.

Weltweit treibt Bosch den Ausbau erneuerbarer Energien voran, etwa durch Windparks in Mexiko und Solaranlagen in Indien. Bis 2030 will das Unternehmen rund eine Milliarde Euro in Effizienzmaßnahmen stecken. Ein ähnlicher Betrag fließt in CO₂-neutrale Energieverträge und Kompensationsprojekte.

Herausfordernd bleibt die Lieferkette, die im Automobilsektor für 18 Prozent der gesamten Emissionen verantwortlich ist. Bosch setzt hier auf mehr Energieeffizienz, den Umstieg auf saubere Energien und – wo möglich – den Bezug von Ökostrom.

Mit Investitionen von rund zwei Milliarden Euro strebt Bosch an, seine Standorte noch in diesem Jahrzehnt vollständig klimaneutral zu betreiben. Der Wechsel von der Luft- zur Schifffracht sowie der Ausbau erneuerbarer Energien spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Maßnahmen sollen die Emissionen deutlich reduzieren, ohne dass Produktion oder Logistik an Effizienz einbüßen.

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