11 June 2026, 16:09

Bosch baut 760 Stellen in Schwäbisch Gmünd ab – doch investiert 100 Millionen Euro

Bosch AS: Arbeitsplatzabbau in Schwäbisch Gmünd

Bosch baut 760 Stellen in Schwäbisch Gmünd ab – doch investiert 100 Millionen Euro

Bosch streicht 760 Stellen an seinem Standort für Lenktechnik in Schwäbisch Gmünd. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Nachfrage nach Fahrzeuglenksystemen. Gleichzeitig hat das Unternehmen zugesagt, in den kommenden drei Jahren 100 Millionen Euro in den Standort zu investieren.

Betroffen von den Stellenabbau sind die Bosch Automotive Steering (AS), eine Tochtergesellschaft, die sich auf Lenktechnologien spezialisiert hat. Rückläufige Preise für diese Systeme zwingen das Unternehmen, seine Belegschaft zu verringern. Bis Ende 2022 wird jedoch kein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen; die Reduzierung erfolgt über Vorruhestand und ähnliche Maßnahmen.

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Die Gewerkschaft IG Metall, die die Belegschaft vertritt, hat eine Vereinbarung erzielt, um zwei wichtige Aufträge in Schwäbisch Gmünd zu halten. Diese waren gefährdet, nach Ungarn verlagert zu werden. Die Mitarbeiter erhalten am Montag bei einer Informationsveranstaltung Details zu den Plänen, gefolgt von einer Abstimmung der IG-Metall-Mitglieder über die getroffene Regelung.

Bosch wird das Werk in Schwäbisch Gmünd zu einem internationalen Leitstandort für Lenktechnologien ausbauen. Die Investition von 100 Millionen Euro soll die zukünftige Rolle des Standorts innerhalb des Konzerns sichern. Durch die Stellenstreichungen und die neuen Aufträge wird sich die Belegschaftsstruktur sowie der Produktionsschwerpunkt des Werks grundlegend ändern.

Quelle