06 May 2026, 03:50

Böhmermanns provokante Schau im Berliner Haus der Kulturen der Welt polarisiert

Ein buntes Plakat an einer Gebäudewand mit der Aufschrift 'Les Humoristes Journal Hebdomadaire Illustré', das eine Gruppe lachender Menschen zeigt.

Böhmermanns provokante Schau im Berliner Haus der Kulturen der Welt polarisiert

Eine mutige neue Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Unter dem Titel „Die Möglichkeit der Irrationalität“ hat eine provokante Schau ihre Pforten geöffnet – eine Zusammenarbeit zwischen dem Satiriker Jan Böhmermann und dem Künstlerkollektiv Royal. Seit ihrer Eröffnung am vergangenen Wochenende zieht sie mit einer Mischung aus aufsehenerregenden Installationen und surrealen Inszenierungen große Besuchermengen an.

Vor dem Gebäude schwebt eine aufblasbare Freiheitsstatue im Wasserbecken des Hauses, während drinnen die Gäste auf eine überlebensgroße Butterbüste des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl treffen. Daneben richtet sich ein Fernrohr auf das Büro der aktuellen Kanzlerin im Nachbargebäude – eine spielerisch-subversive Geste.

Einen ernsteren Akzent setzt eine Gedenktafel für eine 1966 ermordete Prostituierte, die dem ansonsten chaotisch-heiteren Treiben eine düstere Note verleiht. Zu den interaktiven Werken gehört eine Maschine, die alle 28 Minuten ein Stofftier zerfetzt – es sei denn, ein Besucher zahlt 20 Euro und macht ein Selfie, um es zu retten.

Auch Exponate aus Böhmermanns TV-Karriere sind zu sehen, darunter eine Goldene Schallplatte des Rappers Bushido und ein Boxsack, den einst der flüchtige Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek nutzte. Ursprünglich sollte der Rapper Chefket auftreten, doch der Auftritt wurde nach Antisemitismus-Vorwürfen abgesagt.

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An der Kasse müssen Besucher ihre Handys abgeben – für ein ungetrübtes Eintauchen in die Ausstellung. Zu den Live-Performances gehören Künstler wie Domiziana, Mine, Ebow und Wa22ermann, die der Schau zusätzliche Energie verleihen.

Noch bis zum 19. Oktober 2023 vereint „Die Möglichkeit der Irrationalität“ Satire, Spektakel und Gesellschaftskritik. Mit historischen Verweisen, politischen Seitenhieben und absurden Installationen sorgt sie in Berlins Kulturszene für Aufmerksamkeit – und für Diskussionen.

Quelle