Betrugsrecht.de: Wie eine vermeintliche Hilfsseite Opfer erneut in die Falle lockt
Abraham HermighausenBetrugsrecht.de: Wie eine vermeintliche Hilfsseite Opfer erneut in die Falle lockt
Betrugsrecht.de: Scheinbare Hilfe für Betrugsopfer entpuppt sich als neue Masche
Eine Website namens betrugsrecht.de gibt vor, Opfern von Betrug zu helfen, ihr verlorenes Geld zurückzuholen. Sie wirbt mit kostenlosen Fallprüfungen, der Rückverfolgung von Geldern und einer Erfolgsgebühr – doch Ermittlungen zeigen: Es handelt sich um einen Rückhol-Betrug, der bereits Geschädigte erneut abzocken will.
Die Seite verspricht Unterstützung für Opfer von Anlagebetrug, Krypto-Scam, Liebesbetrug und anderen Finanzverbrechen. Kunden wird ein spezialisiertes Team und ein „No-Win-No-Fee“-Modell in Aussicht gestellt. Doch die gesamte Operation ist offenbar eine Fassade.
Unter der angegebenen Adresse existiert keine Kanzlei – dort sind stattdessen mehrere nicht zusammenhängende Unternehmen gemeldet. Die Domain wurde erst am 24. Dezember 2025 verlängert, die Besitzerdaten sind vor der Öffentlichkeit verborgen. Fotos der „Mitarbeiter“ sind KI-generiert, und der angebliche Gründer, Dr. Thomas Weber, findet sich nicht im offiziellen Anwaltsverzeichnis Deutschlands.
Opfer werden angewiesen, bei Kraken ein neues Krypto-Konto mit mindestens 0,1 Bitcoin (etwa 6.000 Euro) einzurichten, um eine Rückbuchung zu „bearbeiten“. Die versprochene Erstattung ist eine Lüge, um weiteres Geld zu erpressen. Es gibt keine Ermittler, kein Jurateam und keine zurückgeholten Gelder.
Die Wiederbeschaffung gestohlener Gelder im Krypto-Bereich ist aufgrund zahlreicher Hürden extrem schwierig. Behörden raten Betroffenen, sofort Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Zudem sollten sie jeden Kontakt zu Betrügern abbrechen, alle Beweise sichern und kein weiteres Geld überweisen oder auf Nachrichten reagieren.






