20 March 2026, 14:08

Bechtle wächst 2025 moderat – doch die Gewinne leiden unter Chip-Krise

Nahaufnahme einer Computermotherboard mit einem Speicherchip, der mit Text beschriftet ist und auf einer weißen Oberfläche ruht.

Knappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle wächst 2025 moderat – doch die Gewinne leiden unter Chip-Krise

Bechtle verzeichnet 2025 bescheidenes Wachstum – Gewinne sinken trotz Umsatzplus

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Bechtle meldete für das Jahr 2025 ein moderates Wachstum: Der Umsatz stieg auf 6,4 Milliarden Euro – ein Plus von knapp 2 Prozent. Allerdings ging der Gewinn vor Steuern um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen, das IT-Hardware an Unternehmen und Behörden liefert, sieht sich nun mit Unsicherheiten konfrontiert, da die Märkte für Speicherchips starken Schwankungen unterliegen.

Der IT-Distributor steigerte sein Gesamtgeschäftsvolumen 2025 um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Trotz dieser Expansion drückten steigende Preise für Speicherchips – angetrieben durch knappe Lieferketten und eine boomende Nachfrage aus KI-Rechenzentren – die Gewinnmargen. Die globale Nachfrage nach diesen Chips war 2023 eingebrochen, nachdem die Verkäufe von PCs, Smartphones und Tablets nach dem Homeoffice-Boom nachgelassen hatten. Doch 2024 und 2025 führte der Einsatz von KI in Servern und Rechenzentren zu einer deutlichen Erholung.

Prognosen zufolge wird der Markt für mehrlagige Leiterplatten, die für die KI-Infrastruktur entscheidend sind, von 3,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 7,0 Milliarden US-Dollar bis 2030 anwachsen. Asien dominiert mit 61 Prozent den Halbleiterverbrauch, während die USA der größte Einzelabnehmer sind. Bechtle-Chef Thomas Olemotz zeigt sich für 2026 vorsichtig und verweist auf anhaltende Engpässe bei Speicherchips.

Für das kommende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Wachstum des Umsatzes und des Ergebnisses vor Steuern zwischen 0 und 5 Prozent. Langfristig bleibt Bechtle ehrgeizig: Bis 2030 – im Idealfall früher – soll das Gesamtgeschäftsvolumen auf 10 Milliarden Euro steigen. Das Unternehmen sieht sich gut aufgestellt, um Marktvolatilität zu meistern und gleichzeitig von KI-getriebenen Infrastrukturinvestitionen zu profitieren.

Die Bilanz 2025 von Bechtle fällt gemischt aus: zwar stetiges Umsatzwachstum, aber rückläufige Gewinne aufgrund des Drucks auf dem Chipmarkt. Die zurückhaltende Prognose für 2026 unterstreicht die Herausforderungen, doch die langfristige Strategie setzt weiterhin auf KI und den Ausbau von Rechenzentren. Mit dem Ziel von 10 Milliarden Euro bis 2030 will Bechtle in einem sich rasant wandelnden Sektor Vorsicht mit Chancen verbinden.

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