29 June 2026, 12:14

Baukrise in Deutschland und Frankreich: Zementverbrauch auf Rekordtief seit 1945

Zementverbrauch auf Vorkriegsniveau

Baukrise in Deutschland und Frankreich: Zementverbrauch auf Rekordtief seit 1945

Bauwirtschaft in Deutschland und Frankreich steht vor schweren Herausforderungen

Der Zementverbrauch in beiden Ländern ist auf ein Niveau gesunken, wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr verzeichnet wurde. Branchenvertreter sprechen von einer vollen Rezession im Bausektor.

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In Deutschland ist der Zementverbrauch im Vergleich zu 2020 um etwa 30 Prozent eingebrochen. Der private Wohnungsbau liegt aufgrund hoher Zinsen und steigender Kosten weitgehend auf Eis. Zwar gab es kürzlich einen Anstieg der Baugenehmigungen um 10 Prozent, doch die Wohnungsbauaktivitäten bleiben schwach. Auch Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und Gewerbeimmobilien sind deutlich zurückgegangen.

Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Materials, bezeichnet die Lage als eine „volle Rezession“. Verzögerungen zwischen Genehmigungen und tatsächlichem Baubeginn verschärfen die Krise zusätzlich. Allerdings könnte der Sonderhaushalt des Bundes mit Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur später in diesem Jahr für eine leichte Belebung sorgen.

Frankreich verzeichnet einen ähnlichen Rückgang des Zementverbrauchs, der ebenfalls auf Vorkriegsniveau liegt. Der Einbruch spiegelt die allgemeinen Schwierigkeiten der Baubranche in ganz Europa wider.

Die Bauwirtschaft kämpft weiterhin mit schwacher Nachfrage und finanziellen Belastungen. Der Zementverbrauch bleibt in Deutschland und Frankreich auf historisch niedrigem Niveau. Staatliche Fördergelder könnten zwar etwas Entlastung bringen, doch eine Erholung ist noch nicht in Sicht.

Quelle