16 March 2026, 12:18

Baden-Württemberg und Brasilien stärken Naturschutz durch neues Kooperationsabkommen

Ein altes, detailliertes Parkkarte mit vielen grünen Bäumen, verschiedenen Wegen und kursivem Text, der die Parkmerkmale beschreibt.

Baden-Württemberg und Brasilien stärken Naturschutz durch neues Kooperationsabkommen

Baden-Württemberg hat seine Zusammenarbeit mit zwei brasilianischen Nationalparks durch ein neues Kooperationsabkommen vertieft. Die Vereinbarung wurde auf der UN-Klimakonferenz (COP30) in Belém unterzeichnet und besiegelt eine engere Partnerschaft zwischen dem Nationalpark Schwarzwald, dem Nationalpark Itatiaia und dem Nationalpark Pico da Neblina. Vertreter betonten die Bedeutung globaler Zusammenarbeit im Kampf gegen den Verlust der biologischen Vielfalt und die Klimakrise.

Das Abkommen baut auf jahrelanger Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und den brasilianischen Parks auf. Es sieht ein fünfjähriges gemeinsames Arbeitsprogramm vor, das sich auf den Artenschutz, die Klimaforschung und ein nachhaltiges Management konzentriert. Schwerpunkte sind die Waldbrandprävention, ein nachhaltiger Tourismus sowie eine bessere regionale Vernetzung.

Fachleute aus den beteiligten Parks werden künftig gemeinsam an technischen Lösungen arbeiten, um heimische und invasive Arten zu überwachen. Dr. Britta Böhler, Leiterin des Nationalparks Schwarzwald, unterstrich die Notwendigkeit internationaler Kooperation, um den Rückgang der biologischen Vielfalt zu verlangsamen. Ministerin Thekla Walker hob zudem die Rolle der Wälder im Klimaschutz hervor und bezeichnete sie als unverzichtbare Lebensräume, die es zu schützen gelte.

Derzeit gibt es in Baden-Württemberg keine weiteren Nationalparks, die vergleichbare internationale Abkommen zum Wald- und Artenschutz mit brasilianischen oder anderen ausländischen Parks geschlossen haben.

Die Partnerschaft läuft über fünf Jahre und legt den Fokus auf praktische Lösungen für den Naturschutz und die Klimaresilienz. Gemeinsame Anstrengungen zielen auf die Artenüberwachung, die Brandverhütung und nachhaltige Tourismuskonzepte ab. Die Vereinbarung schafft einen klaren Rahmen für die künftige Zusammenarbeit der drei Parks.

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