11 April 2026, 04:08

Baden-Württemberg stärkt Luftraumsicherheit gegen wachsende Drohnengefahren

Organigramm der United States Air Force mit dem Verteidigungsminister an der Spitze, das die Zweige und ihre Rollen durch Pfeile verbindet.

Baden-Württemberg stärkt Luftraumsicherheit gegen wachsende Drohnengefahren

20. Sitzung der Arbeitsgruppe Luftraumsicherheit in Baden-Württemberg

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Am 7. Oktober 2025 fand in Baden-Württemberg die 20. Sitzung der Arbeitsgruppe Luftraumsicherheit statt. Veranstaltet vom Innenministerium für Digitalisierung und Kommunen, trafen sich Expertinnen und Experten, um über die wachsenden Bedrohungen im Bereich des Luftraumschutzes zu beraten. Angesichts steigender Risiken durch Drohnen betonten die Verantwortlichen die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die zunehmenden Herausforderungen durch Drohnen, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Spionagewarnungen des Verfassungsschutzes. Feindlich gesinnte Staaten sollen demnach Drohnen zur Aufklärung eingesetzt haben – ein Umstand, der bei Sicherheitsexperten Besorgnis auslöst.

Thomas Strobl, stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, forderte eine bessere Abstimmung in der Drohnenabwehr. Er unterstrich, wie wichtig ein gemeinsames Vorgehen angesichts der sich weiterentwickelnden Bedrohungslage sei. Auch Generalleutnant Lutz Kohlhaus, stellvertretender Inspekteur der Luftwaffe, äußerte sich und betonte die Bedeutung des Informationsaustauschs zwischen Behörden sowie die Notwendigkeit, Fachwissen zu bündeln.

Die Polizei Baden-Württembergs nimmt in der Drohnenabwehr eine Vorreiterrolle ein: Sie betreibt ein Technologie- und Kompetenzzentrum zur Erkennung und Abwehr von Drohnen. Der Luftraumschutzdienst, angesiedelt bei der Polizeihubschrauberstaffel des Landes, unterstützt bundesweit Sicherheitskräfte mit Beratung und Schulungen. Zudem organisiert die Polizei Fortbildungen für Führungskräfte und pflegt enge Kontakte zu Bundesministerien und -behörden.

Die jüngsten Konflikte in Europa sowie Luftraumverletzungen an der östlichen NATO-Grenze haben die Komplexität der Drohnenbedrohung weiter erhöht. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz – darunter Vertreter aus Bundesministerien und -behörden – diskutierten Strategien, um diesen neuen Risiken zu begegnen.

Die Veranstaltung unterstrich erneut die Dringlichkeit abgestimmter Maßnahmen gegen Drohnengefahren. Während die Polizei Baden-Württembergs weiterhin eine führende Rolle in der Erkennung und Abwehr einnimmt, arbeiten Bundesbehörden daran, den Daten- und Informationsaustausch zu verbessern. Durch weitere Schulungen und behördenübergreifende Zusammenarbeit soll die Luftraumsicherheit in den kommenden Monaten weiter gestärkt werden.

Quelle