Baden-Württemberg setzt auf internationale Fachkräfte für Pflege und Gesundheit
Marliese MülichenBaden-Württemberg setzt auf internationale Fachkräfte für Pflege und Gesundheit
Am 3. November 2025 fand in Stuttgart die vierte Fachrunde zur Gewinnung von Fachkräften im Gesundheits- und Pflegebereich statt. Unter der Leitung von Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha sowie Justizministerin Marion Gentges stand die Veranstaltung im Zeichen der Sicherung von qualifizierten Arbeitskräften für den Sektor. Vertreter verschiedener Organisationen diskutierten über die Stärkung internationaler Partnerschaften.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Landesagentur für Fachkräfteeinwanderung (LZF), die im April 2025 in Stuttgart und Karlsruhe ihre Arbeit aufgenommen hat. Seit ihrem Start hat die Behörde rund 600 Anträge über ein beschleunigtes Verfahren für Pflege- und Gesundheitsfachkräfte bearbeitet.
Susanne Bay, Präsidentin des Regierungspräsidiums Stuttgart, betonte die Rolle des Gremiums bei der Unterstützung der Fachkräfterekrutierung. Minister Lucha unterstrich die Notwendigkeit internationaler Arbeitskräfte, um die Versorgung im Gesundheitswesen aufrechtzuerhalten. Zudem kündigte er eine geplante Delegationsreise nach Indien noch in diesem Jahr an, um neue Partnerschaften – insbesondere mit dem Bundesstaat Maharashtra – aufzubauen.
Justizministerin Gentges rief die Teilnehmer dazu auf, die LZF als Erfolgsmodell zu bewerben. Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Ausweitung der Zusammenarbeit mit Indien und anderen Ländern, um den Personalmangel in der Pflege und im Gesundheitssektor zu bekämpfen.
Die Fachrunde machte deutlich, wie wichtig die internationale Rekrutierung ist, um die Lücken in der Gesundheitsversorgung zu schließen. Da die LZF bereits Hunderte von Anträgen bearbeitet hat, wird mit einer weiteren Intensivierung der Kooperation mit Maharashtra und anderen Regionen gerechnet. Luchas bevorstehende Indienreise soll diese Bemühungen in den kommenden Monaten vorantreiben.






