Baden-Württemberg plant revolutionären "Fahrplan der Zukunft" für den Schienenverkehr bis 2040
Abraham HermighausenBaden-Württemberg plant revolutionären "Fahrplan der Zukunft" für den Schienenverkehr bis 2040
Baden-Württemberg hat eine langfristige Strategie zur Verbesserung des regionalen Schienenverkehrs auf den Weg gebracht. Unter dem Namen "Fahrplan der Zukunft" soll das Projekt ein zuverlässigeres, dichter getaktetes und kundenfreundlicheres Netz schaffen. Die Arbeiten am Konzept begannen im Sommer 2024 mit der Beteiligung von über 200 Akteuren aus verschiedenen Bereichen.
Im Mittelpunkt der Strategie stehen zentrale Verbesserungen für Fahrgäste. Durch ausreichend bemessene Umsteigezeiten wird ein reibungsloser Anschluss zwischen Zügen und Bussen sichergestellt. Auch Pünktlichkeit hat hohe Priorität: An stark frequentierten Bahnhöfen sollen längere Mindesthaltezeiten für ein entspannteres Ein- und Aussteigen sorgen.
Bis 2026 wird ein finaler Zieltaktfahrplan vorliegen, der als Grundlage für künftige Ausschreibungen im Schienenverkehr und den Infrastrukturausbau über das Jahr 2040 hinaus dient. Das Land erfüllt bereits heute 85 Prozent seiner Qualitätsstandards, darunter einen Stundentakt auf allen regelmäßig genutzten Strecken. Sicherheit und Sauberkeit werden über Verkehrsverträge und standardisierte Kontrollen überwacht, um Komfort und Schutz zu gewährleisten.
Das Projekt bildet die Basis für die Mobilitätsgarantie Baden-Württembergs im Regionalverkehr. Allerdings betont das Land, dass ausreichende Bundesmittel entscheidend sind, um die Ziele in Sachen Zuverlässigkeit und Qualität zu erreichen.
Der "Fahrplan der Zukunft" setzt klare Vorgaben für ein klimafreundliches und robustes Schienennetz. Er wird die Gestaltung von Verkehrsverträgen und die Infrastrukturplanung über Jahrzehnte prägen. Der Erfolg hängt dabei von der kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bundesebene ab.






