Baden-Württemberg legt Insektenschutz-Konzept vor – Reaktion auf Initiative "Rettet die Bienen"
Marliese MülichenBaden-Württemberg legt Insektenschutz-Konzept vor – Reaktion auf Initiative "Rettet die Bienen"
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat als Reaktion auf die Bürgerinitiative „Rettet die Bienen“ ein neues politisches Rahmenwerk vorgelegt. Der Plan berücksichtigt den Artenschutz, trägt aber auch den Belangen von Familienbetrieben und regionalen Lebensmittelproduzenten Rechnung. Die Organisatoren und Unterstützer der Kampagne werden die Vorschläge nun prüfen.
Die Stellungnahme der Regierung folgt auf die viel beachtete Initiative „Rettet die Bienen“, die sich für einen stärkeren Insektenschutz einsetzt. Kernstück des Konzepts ist das Ziel, den Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden bis 2030 um 40 bis 50 Prozent zu reduzieren. Diese Verringerung soll in Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten sowie Naturschutzverbänden umgesetzt werden – flankiert von Fördermitteln und Fachberatung.
Ein vollständiges Verbot synthetischer Pestizide gilt nur in besonders schützenswerten Gebieten wie Naturschutzreservaten. An anderen Orten können betroffene Betriebe vereinfachte Unterstützung oder mögliche Ausnahmen beantragen. Das Positionspapier mit dem Titel „Rahmenkonzept zum Insektenschutz in Baden-Württemberg – Aufbauend auf dem Gesetzesvorschlag der Initiative ‚Rettet die Bienen‘“ steht als PDF zum Download bereit.
Die nächste Phase liegt nun bei den Initiatoren und Befürwortern der Kampagne: Sie werden die Regierungspläne bewerten und über das weitere Vorgehen entscheiden.
Das Rahmenwerk legt klare Ziele zur Pestizidreduktion und Unterstützungsmaßnahmen für die Landwirtschaft fest. Gleichzeitig bleiben strenge Schutzvorgaben in ökologisch sensiblen Gebieten bestehen. Die letzten Schritte hängen nun von der „Rettet die Bienen“-Initiative und ihren Unterstützern ab.






