05 May 2026, 12:11

Autobranche 2026: Warum Händler jetzt Widerstandsfähigkeit und digitale Strategien brauchen

Schwarze und weiße Anzeige für ein altes Auto mit dem Text "Automoviles Boyer & Cie - Paris".

Autobranche 2026: Warum Händler jetzt Widerstandsfähigkeit und digitale Strategien brauchen

Autobranche steht 2026 vor einem schwierigen Jahr: „Das Jahr der Schlaglöcher“ erfordert mehr Widerstandsfähigkeit

Die Automobilbranche muss sich auf ein herausforderndes Jahr 2026 einstellen, in dem Händler mit anhaltenden Problemen konfrontiert sein werden. Experten bezeichnen die kommende Phase als das „Jahr der Schlaglöcher“ und fordern von der Branche mehr Belastbarkeit. Gleichzeitig sollen neue Strategien und Studien Unternehmen dabei helfen, sich an veränderte Marktbedingungen und strengere Vorschriften anzupassen.

Die aktuelle AUTOHAUS-Verkaufsstudie 2025 zeigt auf, in welchen Bereichen der Handel nachbessern muss, um online erfolgreich zu sein. Händler werden aufgefordert, ihre digitalen Stärken auszubauen, Prozesse zu verschlanken und moderne Werkzeuge einzusetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Studie betont zudem die Notwendigkeit einer besseren Kundenbindung durch nahtlose Abläufe.

Der Landesverband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg setzt sich für mehr politische Unterstützung ein, indem er die Anliegen von Autohäusern und Werkstätten stärker in die politische Diskussion einbringt. Damit soll die Branche in Zeiten wirtschaftlicher Belastungen und sich wandelnder Regularien gestärkt werden.

Angesichts steigender Kosten und des Umstiegs auf batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) arbeiten Volkswagen-Händler daran, ihre Marktposition zu halten. Alexander Sauer-Wagner, eine Schlüsselfigur der Gruppe, unterstrich die Bedeutung eines Ausgleichs zwischen Effizienzsteigerung und Investitionen in neue Technologien.

Hyundai hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2030 will die Marke vier bis fünf Prozent des deutschen Marktes erobern – durch zielgruppengerechtes Marketing, fortschrittliche Technologien und eine engere Zusammenarbeit mit dem Händlernetzwerk.

Auch Autobanken engagieren sich stärker für den Handel. Ihr Fokus für 2026 liegt darauf, die Kundenbindung durch attraktive Finanzprodukte und moderne digitale Lösungen zu stärken.

Rechtliche Compliance bleibt ein zentrales Thema. Experten raten Händlern, Abmahnungen sorgfältig zu prüfen. Verstöße gegen allgemeine Vorschriften sollten dabei anders behandelt werden als solche nach der Pkw-EnVKV, was maßgeschneiderte Reaktionen erfordert.

Als Leitfaden für die unsichere Zukunft empfiehlt die Branche das „3C-Modell“Konzentration, Konsolidierung, Korrektur. Händler müssen ihre Strategien verfeinern, um Gewinne zu sichern und schlanke Strukturen zu erhalten.

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Die aktuelle Ausgabe von AUTOHAUS (23-24/2025) ist nun als Digitalversion sowie in einer Hybridausgabe mit asp AUTO SERVICE PRAXIS erhältlich und bietet Fachleuten weitere Einblicke.

Da der Markt 2026 voraussichtlich weiter anspruchsvoll bleibt, setzen Händler auf Effizienz, digitale Transformation und Kundenbindung. Die Forderung nach politischer Rückendeckung, rechtlicher Präzision und strategischer Anpassung wird entscheidend sein, um die bevorstehenden Herausforderungen zu meistern. Erfolg hängt dabei von Widerstandsfähigkeit, Innovation und stärkeren Partnerschaften in der gesamten Branche ab.

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