22 March 2026, 20:17

ASU lädt AfD-Abgeordnete ein – und spaltet die Wirtschaftselite

Deutsches Propagandaplakat für die Nazi-Partei mit zwei Männern auf einem Sofa und Text.

Europapark-Gründer zum AfD: Dialog muss möglich sein - ASU lädt AfD-Abgeordnete ein – und spaltet die Wirtschaftselite

Die Familienunternehmer – ASU hat mit der erstmaligen Einladung von AfD-Abgeordneten zu ihrem Parlamentarischen Abend eine Debatte ausgelöst. Die Entscheidung folgt einem Beschluss der Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann, ein langjähriges Kontaktverbot mit Mitgliedern der rechtspopulistischen Partei aufzuheben. Einige prominente Mitglieder haben bereits aus Protest ihren Austritt erklärt, andere verteidigen den Schritt als notwendigen Dialog.

Die Kontroverse begann im Oktober, als der Verband erstmals AfD-Politiker zu der Veranstaltung einlud. Als Reaktion darauf kündigten die Drogeriekette Rossmann und der Hausgerätehersteller Vorwerk umgehend ihre Mitgliedschaft.

Roland Mack, Gründer des Europa-Parks und ein bekanntes Verbandsmitglied, unterstützt die Entscheidung öffentlich. Er argumentiert, dass ein Austausch mit der AfD angesichts der wachsenden Wählergunst der Partei sowohl notwendig als auch gerechtfertigt sei. Mack betonte zudem, dass ein offener Dialog nicht bedeute, die Positionen der Partei zu teilen oder gemeinsame Beschlüsse zu fassen.

In den vergangenen fünf Jahren hat die AfD zunehmend politischen Einfluss gewonnen und die öffentliche Debatte zu zentralen Themen geprägt. Mit ihrer Haltung in Klimaschutz- und Energiepolitik, Migration sowie Bürokratieabbau hat sie sich als lautstarke Oppositionskraft etabliert. Ihre wachsende Bedeutung zeigt sich in Wahlerfolgen, insbesondere bei unzufriedenen Wählern in wirtschaftlich schwierigen Regionen. Gleichzeitig wird die Partei von den Verfassungsschutzbehörden wegen Verdachts auf Rechtsextremismus beobachtet, während etablierte Parteien wie die CDU jede Zusammenarbeit ausschließen.

Die AfD treibt konkrete Forderungen voran, darunter die Modernisierung der Polizei, Skepsis gegenüber CO₂-Speichertechnologien und Lockerungen bei den Agrar-Emissionsvorgaben. Diese Positionen haben die gesellschaftlichen Diskussionen in Deutschland weiter polarisiert.

Die Entscheidung des Verbands hatte unmittelbare Folgen: Zwei Großunternehmen traten aus. Befürworter wie Roland Mack halten hingegen fest, dass die Einbindung der AfD demokratischen Prinzipien entspreche – schließlich vertrete die Partei eine bedeutende Wählerschaft. Der Schritt zeigt die anhaltenden Spannungen auf, die mit dem Umgang der Partei in Politik und Wirtschaft einhergehen.

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