24 June 2026, 00:09

Arzneimittelpreise bleiben 2026 gedeckelt – GKV-Beiträge stabil

BMG: Herstellerrabatt und Preisfestsetzung bleiben bestehen

Arzneimittelpreise bleiben 2026 gedeckelt – GKV-Beiträge stabil

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat bestätigt, dass die Preisdeckelung und die gesetzlichen Herstellerrabatte für Arzneimittel auch im Jahr 2026 bestehen bleiben. Mit dieser Entscheidung soll die Stabilität der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gewahrt und eine weitere finanzielle Belastung des Systems verhindert werden.

Seit dem 1. Juli 2018 ist ein Inflationsausgleich in die Preisdeckelung integriert, der den Pharmaherstellern gewisse Entlastungen bietet. Im Jahr 2024 entlasteten diese Maßnahmen die GKV um 2,19 Milliarden Euro. Für 2026 wird der Inflationsausgleich voraussichtlich zusätzliche 79 Millionen Euro an Entlastung bringen.

Nach den aktuellen Regelungen können die Preise für neue Medikamente, die unter §130a Absatz 3a des Sozialgesetzbuchs (SGB V) fallen, weiterhin mit dem GKV-Spitzenverband verhandelt werden. Pharmaunternehmen, die unzumutbare Härten nachweisen, können von den gesetzlichen Rabatten befreit werden. Zudem ermöglicht das Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALVVG) eine Erhöhung des Basispreises um 50 Prozent bei Kinderarzneimitteln und versorgungsrelevanten Medikamenten.

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Ohne die Preisdeckelung wären die GKV-Zusatzbeiträge für 2026 voraussichtlich auf 2,9 Prozent gestiegen. Die Entscheidung des BMG sichert die finanzielle Stabilität des Systems weiter ab.

Die verlängerte Preisdeckelung und die Rabatte entlasten die GKV-Beitragssätze auch 2026. Pharmaunternehmen behalten durch den Inflationsausgleich und mögliche Befreiungen gewisse Spielräume. Die Maßnahmen sollen die Bezahlbarkeit von verschreibungspflichtigen Medikamenten in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland weiterhin gewährleisten.

Quelle