26 June 2026, 14:07

Apotheken fürchten neue Kostenwelle durch auslaufende Tarifverträge und Mindestlohn

Tarif- und Mindestlohn: Adexa verhandelt neu

Apotheken fürchten neue Kostenwelle durch auslaufende Tarifverträge und Mindestlohn

Apotheken in ganz Deutschland bereiten sich auf weitere finanzielle Belastungen vor, da wichtige Tarifverträge vor dem Auslaufen stehen. Die aktuelle Adexa-ADA-Tarifvereinbarung endet am 31. Dezember 2026, während auch andere regionale Abkommen im kommenden Jahr auslaufen werden. Arbeitgeber in der Branche hatten bereits mit steigenden Kosten durch jüngste Lohnerhöhungen und Anpassungen des Mindestlohns zu kämpfen.

Zu Beginn des Jahres 2026 traten in Apotheken Lohnerhöhungen von drei Prozent in Kraft, was die jährlichen Ausgaben im Schnitt um etwa 9.500 Euro erhöhte. Dies folgte auf frühere Erhöhungen im Rahmen der Tarifverträge. Der gesetzliche Mindestlohn stieg zudem im Sommer 2024 auf 13,90 Euro und soll zum 1. Januar 2027 weiter auf 14,60 Euro angehoben werden – ein Anstieg von 17,6 Prozent seit 2024.

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In Nordrhein-Westfalen läuft die Vereinbarung mit dem Tarifverband der Apothekenleiter (TGL) am 30. Juni 2026 aus. Auch das bestehende Tarifabkommen für Apotheken in Sachsen endet zum Jahresende 2026. Adexa bereitet sich nun auf neue Verhandlungen vor, da diese Fristen näher rücken.

Die Treuhand Hannover warnt, dass die bevorstehende Erhöhung des Mindestlohns die jährlichen Kosten pro Apotheke für Teilzeitkräfte um etwa 700 Euro steigern wird. Die Organisation betont die wachsende finanzielle Belastung der Arbeitgeber in der Branche, da die Löhne weiter steigen.

Mit mehreren auslaufenden Tarifverträgen im Jahr 2026 stehen Apotheken vor weiteren Verhandlungen und steigenden Kosten. Die Anhebung des Mindestlohns auf 14,60 Euro im Jahr 2027 wird den ohnehin bereits spürbaren Druck durch frühere Anpassungen zusätzlich verstärken. Arbeitgeber werden voraussichtlich in neue Gespräche eintreten müssen, um diese Herausforderungen im kommenden Jahr zu bewältigen.

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